Nagelsmann nach CL-Desaster: «Nicht so viel jammern»

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    Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann hält den Spielball in den Händen. Foto: Uwe Anspach/Archiv

Artikel vom 14. März 2019 - 15:12

Zuzenhausen (dpa) - Nach dem Champions-League-Aus von Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 gegen englische Mannschaften plädiert Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann für konsequente Arbeit mit Talenten. «Einfach nicht so viel jammern, sondern akzeptieren, wie es ist!», sagte der 31-Jährige, der mit der TSG als Neuling selbst in der Vorrunde der Königsklasse gescheitert war, am Donnerstag. Angesichts der Schere zwischen Bundesliga und Premier League empfahl Nagelsmann: «Weiter versuchen, gut Talente auszubilden, dass wir durch günstige Investitionen trotzdem Topspieler rauskriegen. Es wird ein paar Jährchen dauern und wir dürfen den Weg nicht verlassen.» Wenn man diesen Weg verlasse, werde es schwer, Chancengleichheit zu erreichen. Gleichzeitig will der künftige Coach von RB Leipzig «nicht schwarz» sehen. «Es war nicht so, dass wir in allen Spielen - außer vielleicht Schalke (gegen Manchester City) - extrem chancenlos waren, betonte Nagelsmann. «Natürlich ist es nicht der Anspruch von einer erfolgsverwöhnten Fußball-Republik, dass alle vier Mannschaften vor den wichtigen Runden ausscheiden.» Wenn der 18. in der Premier League einen 20 Millionen Euro höheren Etat habe als ein Bundesliga-Club, dann sei es einfach schwer. «Dass die Engländer jetzt mit vier Mannschaften weiterkommen, ist bei dem Salär, den sie einstecken, nicht verwunderlich. Es wäre erschreckend, wenn es nicht so wäre», sagte der Hoffenheimer Coach noch. Sein Tipp: «Mund abwischen, nächstes Jahr wieder qualifizieren und es vielleicht besser machen!»