DEL-Chef über Effekt von Olympia-Silber: «Öffnet Türen»

Artikel vom 11. September 2018 - 13:54

Mannheim (dpa) - Olympia-Silber hat nach Ansicht von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke auch vor Beginn der neuen Saison noch einen positiven Effekt für das deutsche Eishockey. Der sensationelle Erfolg von Pyeongchang habe Gespräche mit potenziellen Sponsoren und Partnern erleichtert, sagte der Chef der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Dienstag in Mannheim «Es öffnet Türen. Man kann es nicht beziffern, aber es hilft», sagte Tripcke. Im Februar hatte Bundestrainer Marco Sturm das Nationalteam bei den Winterspielen von Südkorea bis ins Endspiel geführt, das erst in der Verlängerung mit einer 3:4-Niederlage gegen die klar favorisierte Auswahl Russlands endete. «Es wird auch dem DEB und den Vereinen gegenüber den Städten helfen, das Hallensterben zu stoppen und vielleicht mal die eine oder andere neue Halle zu bauen», sagte Tripcke vor der an diesem Freitag beginnenden Saison. Die Silbermedaille erhöhte das Interesse der nordamerikanischen Profiliga NHL an deutschen Spielern. Neben Dominik Kahun (Chicago Blackhawks), Yasin Ehliz (Calgary Flames) und Brooks Macek (Vegas Golden Knights) könnte Marcel Noebels als vierter deutscher Olympia-Teilnehmer aus der DEL noch zu den Boston Bruins wechseln. «Das ist definitiv ein Verlust», sagte Tripcke, sah aber auch positive Aspekte: «Die Spieler haben gesehen, dass sie als DEL- Spieler im Visier der NHL sind. Ich glaube, dass unsere talentierten Spieler jetzt länger in Deutschland bleiben, um den Weg über die DEL in die NHL schaffen.»