Entschädigung für schlechte Leistung auf zehn Bahnstrecken

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    Winfried Hermann (Grüne), Verkehrsminister von Baden-Württemberg, redet. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Artikel vom 10. April 2020 - 11:46

Stuttgart (dpa/lsw) - Wer sich zwischen Juli 2019 und Januar 2020 über den Regionalverkehr geärgert hat, wird jetzt entlohnt. Tausende Pendler erhalten laut einer Mitteilung des Verkehrsministeriums vom Karfreitag in Stuttgart eine Wiedergutmachung für besonders schlechte Leistungen. Geplant ist laut Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) eine Entschädigung der Dauerkunden (Jahreskarteninhaber) in Höhe eines Monatskartentickets beziehungsweise einer Monatsrate für ein Abonnement für die betroffenen Streckenabschnitte. Das Land verhandele mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) über die gemeinsame Finanzierung der Entschädigungen, die ab Juni 2020 ausgezahlt werden sollen. Unpünktlich und von Zugausfällen betroffen waren vor allem folgende zehn Strecken, für die es jetzt Entschädigungen gibt: Stuttgart-Pforzheim-Karlsruhe (IRE); Stuttgart-Mühlacker-Pforzheim/Bruchsal (RB); Stuttgart-Heilbronn-Würzburg; Stuttgart-Ulm; Stuttgart-Tübingen; Stuttgart-Schwäbisch Gmünd-Aalen; Breisach/Endingen-Freiburg-Donaueschingen/Seebrugg; Metzingen-Bad Urach; Pforzheim-Horb und Sigmaringen-Aulendorf. «Der Ärger der vielen Pendlerinnen und Pendler, die seit Juni vergangenen Jahres auf so vielen Bahnstrecken im Land eine schlechte Qualität erfahren haben, ist absolut verständlich», sagte Hermann. Die Betreiberfirmen müssten das vom Land bestellte Angebot realisieren, das heißt die Züge müssten pünktlich und zuverlässig fahren.