Entführung nach Frankreich: Stuttgart will übernehmen

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    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild

Artikel vom 02. Dezember 2019 - 19:21

Stuttgart (dpa/lsw) - Im Fall der Entführung einer Frau aus Aspach (Rems-Murr-Kreis) nach Frankreich im vergangenen Sommer will die Stuttgarter Staatsanwaltschaft das Verfahren übernehmen. Dies habe sie gegenüber den französischen Behörden zugesichert, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit. Jetzt warte man auf eine Entscheidung aus Frankreich und die Auslieferung der beiden Beschuldigten. Der damals 51-jährige Ex-Freund und ein damals 23 Jahre alter Komplize sollen die Pflegerin mit einem Wohnmobil verschleppt haben. Die damals 47-Jährige hatte bis zu ihrer Entführung in Aspach eine Frau gepflegt, zu der sie nach einer Pause nicht zurückgekehrt war. Nach einer einwöchigen Suche war sie im Juni wohlbehalten in einem Wald bei Hagenau im Département Bas-Rhin befreit worden. Dies liegt rund 30 Kilometer nördlich von Straßburg. Die beiden Männer wurden festgenommen. Sie sitzen laut Stuttgarter Staatsanwaltschaft in Frankreich in Untersuchungshaft. Hintergrund der Entführung soll nach damaligen Angaben der Ermittler Eifersucht gewesen sein. «Der Mann hat wahrscheinlich die Trennung nicht akzeptiert», sagte seinerzeit ein Polizeisprecher in Aalen. Die Tat soll der damals 51-Jährige detailliert geplant haben.