Oettinger verteidigt Parteinahme für Merz

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    Günther Oettinger (CDU). Foto: Sven Hoppe/Archiv

Artikel vom 06. Dezember 2018 - 15:39

Brüssel (dpa/lsw) - EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) hat seine Parteinahme für Friedrich Merz als Wunschkandidat für den CDU-Parteivorsitz verteidigt. Er habe eine klare Meinung und sehe kein Problem darin, sich zu äußern, sagte Oettinger bei einem Treffen mit Journalisten aus Baden-Württemberg in Brüssel. «Ich bevormunde ja auch niemanden, ich bin ja kein Landesvorsitzender.» Journalisten hätten ihn nach seiner Meinung gefragt. «Ich bin ja nicht auf dem Marktplatz gestanden und habe gesagt: Ich bin für Merz.» An diesem Freitag soll auf dem CDU-Bundesparteitag in Hamburg ein Nachfolger für Angela Merkel bestimmt werden. Neben dem früheren CDU-Bundestagsfraktionschef Merz haben sich auch Gesundheitsminister Jens Spahn und CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer beworben. Oettinger rechnet nach eigenen Angaben mit einer sehr knappen Entscheidung. «Fünf bis zehn Prozent der Delegierten sind noch völlig offen», sagte er. «Ich halte alle drei für starke Kandidaten.» Dennoch rechnet der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg mit einem Sieg von Merz. «Ich würde einen leichten Vorteil für Friedrich sehen», sagte er. «Aber es wird sehr knapp.» Oettinger hatte sich bereits in den «Stuttgarter Nachrichten» und in der «Stuttgarter Zeitung» für Merz ausgesprochen. Er kenne Merz seit 30 Jahren und vertraue ihm, hatte er den Blättern gesagt.