OECD-Studie bestätigt Wert der Berufsausbildung

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    Der Präsident des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK), Wolfgang Grenke. Foto: Marijan Murat/Archiv

Artikel vom 11. September 2018 - 15:10

Stuttgart (dpa/lsw) - Eine aktuelle Studie bestätigt nach Einschätzung des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) den Wert der Berufsausbildung. «Eine Ausbildung, insbesondere die duale Aus- und Weiterbildung schützt quasi ebenso gut vor Arbeitslosigkeit wie ein Studium», sagte BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke der Deutschen Presse-Agentur. Laut der am Dienstag veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) liegt die Beschäftigungsquote unter den 25- bis 34-Jährigen in Deutschland mit einer abgeschlossenen betrieblichen Ausbildung bei 83 Prozent. Sie ist damit fast so hoch wie bei ihren Altersgenossen mit Hochschulabschluss (87 Prozent). Die Studie decke sich mit den Ergebnissen des Fachkräftemonitors der baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern für das Land, sagte Grenke. Der sieht perspektivisch für Menschen mit Ausbildung sogar noch bessere Job-Chancen als nach einem Studium. In einem Szenario für das Jahr 2030 etwa rechnet der Fachkräftemonitor im Südwesten mit gut 42 000 offenen Jobs für Akademiker und 484 000 unbesetzten Stellen für beruflich Qualifizierte. «Die «Karriere mit Lehre» ist also kein B-Fahrplan zum Erfolg im Beruf», betonte Grenke. Das müsse vor allem in die Köpfe der Eltern vordringen, die in Karrierefragen wichtige Ratgeber für den Nachwuchs seien. Die Industrie- und Handelskammern sind ebenso wie die Handwerkskammern zuständig für die berufliche Ausbildung.