Neurologe erhält Preis für Multiple-Sklerose-Forschung

Artikel vom 08. Dezember 2017 - 16:28

Stuttgart (dpa/lsw) - Der in Basel tätige Neurologe Ludwig Kappos (64) hat am Freitag in Stuttgart den mit 100 000 Euro dotierten Sobek-Forschungspreis erhalten. Mit der Ehrung zeichnet die Sobek-Stiftung richtungsweisende wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Grundlagenforschung für Multiple Sklerose (MS) aus. Es ist die europaweit höchst dotierte Ehrung für Grundlagenforschung. Kappos beschäftigt sich als Chefarzt der Neurologischen Klinik und Poliklinik am Universitätsspital Basel besonders mit angewandter Therapieforschung bei MS. Als bedeutender Experte auf diesem Gebiet gebe Kappos wertvolle Impulse, sagte Ministerialdirektor Ulrich Steinbach vom Wissenschaftsministerium in seiner Laudatio. Den mit 15 000 Euro dotierten Nachwuchspreis erhielt Anneli Peters, Wissenschaftlerin am Institut für Klinische Neuroimmunologie am Universitätsklinikum München. Die 35 Jahre alte Medizinerin untersucht, wie die verschiedenen Arten von Immunzellen des Immunsystems bei der MS-Entstehung zusammenwirken. Die Sobek-Stiftung mit Sitz in Renningen (Kreis Böblingen) wurde 1994 von Marga und Roman Sobek gegründet, nachdem ihr einziges Kind im Alter von 21 Jahren an MS gestorben war. Die Krankheit ist eine chronische Entzündung des Nervensystems und unheilbar.