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Neujahrsbaby: Magdalena hat um 0.56 Uhr die Nase vorn

Herrenberger Klinik: Oberndorferin entbindet im Gäu wegen dem Hebammen-Kreissaal

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    Janika Fronius brachte wenige Minuten nach dem Jahreswechsel Magdalena zur Welt. Papa Benjamin besucht die Mädels, wenn er seinen Virusinfekt auskuriert hat. Kinderkrankenschwester Michaela Blau-Timmalog findet die Einstellung zum Nutzen des Neugeborenen richtig Foto: Weigert

Artikel vom 02. Januar 2020 - 16:09

KREIS BÖBLINGEN. Im Landkreis Böblingen hat gleich zu Beginn des Jahres die Herrenberger Klinik mit dem ersten Neujahrsbaby sprichwörtlich die Nase vorn. Um 0.56 Uhr wurde Magdalena geboren. Um 4.17 Uhr folgte Böblingen mit einem Jungen namens Ertrugrul Alp. In Leonberg ließ der Kindersegen länger auf sich warten. Dort war noch bis zum Nachmittag Feiertagsruhe im Kreissaal angesagt.

Mehr Geburten an allen drei Standorten im abgelaufenen Jahr

Übers Jahr hatten aber alle drei Geburtenstationen des Klinikverbunds Südwest aufgrund einer leichten Steigerungsrate bei den Geburten mehr zu tun. 2019 kamen in Böblingen 2703 Babys zur Welt, in Herrenberg 1391 und in Leonberg 726.

Die Herrenberger Klinik hatte in diesem Jahr auch deshalb die Nase vorn, weil sich die Oberndorfer Janika und Benjamin Fronius für eine Klinik mit "Hebammen-Kreissaal" entschieden hatten. Dort hat die Leitende Hebamme solange das Sagen, bis die Geburt ohne größere Komplikationen verläuft. "Bei Gudrun Zecha und ihrem Team sind die Gebärdenden in besten Händen", bestätigt Michaele Blau-Timmalog. Die Kinderkrankenschwester geht Janika Fronius zur Hand und gibt ihre Tipps im Umgang mit der Tochter. Die liegt friedlich dösend in den Armen der glücklichen Mutter, die zum ersten mal ein Kind zur Welt brachte, aber völlig entspannt über die kleine Unpäßlichkeit ihres Mannes hinwegsieht: "Mein Benjamin war während der langen Zeit seit Dienstagvormittag bei mir, als ich Wehen hatte auf der Geburtsstation, aber als dann nach Mitternacht Magdalena zur Welt kam, musste er kurz vorher die Segel streichen", schmunzelt die junge Mutter.

Was romantische Gemüter vielleicht fälschlicherweise als einen Fauxpas werten, ist für die Kinderkrankenschwester die richtige Reaktion: "Hygiene und Gesundheit gehen vor zum Wohle der Neugeborenen", betont Blau-Timmalog. Schließlich bringe es nichts, wenn die ganze verschnupfte Verwandtschaft das kleine Dergele herze, das dann aber anschließend mit der ersten Grippe zu kämpfen habe.

Magdalena blinzelt ihre Mutter an. Mit 3095 Gramm bringt das Mädchen eine gesunde Portion Leben auf die Waage. Kein Wunder, auch die Geburt war praktisch eine Punktlandung. Für den 30. Dezember war der Geburtstermin errechnet worden.