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Essensberge für den Müll

Kommentar

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    Essen landet oftmals im Müll Foto: TB

Artikel vom 27. September 2019 - 15:18

In Deutschland werden Lebensmittel produziert, die zu großen Teilen in der Tonne landen. Jeder einzelne trägt zu dieser misslichen Lage bei: Hoppla, schon wieder zuviel im Einkaufswagen gelandet; ups, da war ja noch eine Gurke im Gemüsefach . . . Die Reste vom gestrigen Essen? Sind zwar noch gut, aber doch keine Lust mehr drauf. All diese kleinen, alltäglichen Entscheidungen tragen dazu bei, dass in Deutschland 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll landen. Laut einer Studie des WWF aus dem Jahr 2015 sind diese 18 Millionen Tonnen das Essen für 122 Tage im Jahr. Für die Produktion dieser Lebensmittel werden jährlich 48 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt. Und für was? Für nichts! Um dieses Problem zu lösen, braucht es Initiativen wie in Hildrizhausen. Nicht nur politische Weichenstellungen müssen erarbeitet werden, sodass Restaurants und Supermärkte nicht mehr so viele Lebensmittel wegwerfen - auch jeder Einzelne kann etwas beitragen. Das können so einfache Dinge sein wie gut geplante Wocheneinkäufe, die Verwertung von Essensresten oder Netzwerke wie Foodsharing. So können Lebensmittel, für die der eine keine Verwendung mehr hat, anderen zu Gute kommen. All diese kleinen Veränderungen können flächendeckend einen großen Beitrag leisten, um die Nahrungsmittelproduktion umweltfreundlicher zu gestalten. Dafür braucht es jedoch Menschen, die aktiv werden und diese Alternativen der Bevölkerung nahe bringen. Die Jugendlichen aus Hildrizhausen leisten einen pragmatischen Beitrag zum Umweltschutz.