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Sindelfingen rockt: "Hey, wie geil ist das denn?"

Die True-Collins-Tributeband hat Sindelfingen rockt auf dem Hofmeister-Parkplatz eröffnet - vor Tausenden begeisterter Fans

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    Hatte die Fans der Musik von Phil Collins sofort auf seiner Seite: True-Collins-Sänger Tom Ludwig Foto: Dannecker

Artikel vom 02. August 2019 - 12:54

SINDELFINGEN. Es braucht keine zwei, drei Takte, dann wissen die Fans von Phil Collins, was Tributeband-Leader Tom Ludwig gleich ins Mikro singen wird. Ob das flotte "Easy Lover" oder die getragenen Balladen "One more Night" und "You'll be in my heart". Schmachtfetzen, die - nicht nur - Frauenherzen höherschlagen lassen.

Der Hofmeister-"Ausweich"-Parkplatz für das erste von fünf Konzerten der laufenden Sifi-rockt-Saison - er ist voll am Mittwochabend. 3000 Zuhörerinnen und Zuhörer sind es bestimmt, eher 4000, könnten auch 5000 sein. Die Menschenmasse auf dem Firmengelände ist elektrisiert und textsicher, wie man an den Mundbewegungen ablesen kann. Der Applaus für "Mama", "Don't lose my Number" oder "Throwing it all away" ist groß, die Hände gehen in die Höhe, bei "Sussidio" schlagen sie kräftig zusammen. Der sympathische Niedersachse mit dem kahlen Kopf rätselt, weshalb es seine fünfköpfige Band in den 15 Jahren ihres Bestehens nicht schon früher nach Sindelfingen geschafft hat. "Hey, wie geil ist das denn hier?", platzt es aus Ludwig heraus, als er über die Menschenmasse guckt, die sich einmal quer über den Platz hinzieht. "Gestern waren wir in Kornwestheim", ruft er, "da war's schon gut voll. Aber das hier - Sindelfingen - ist ja zehnmal besser."

Nicht besser ist die Location. Ein Parkplatz ist kein Marktplatz. Es fehlt dessen gewissen Enge und Heimeligkeit. Auch die Topographie, die die Bühne etwas erhaben stehen lässt und durch leichtes Gefälle auch denen einen besseren Blick auf die Musiker ermöglicht, die nicht großgewachsen sind.

Das weiß auch Möbelhaus Geschäftsführer Frank Hofmeister, der sich vom Publikum einen dicken Applaus abholen darf, dass er durch sein spontanes Einspringen Sindelfingen rockt gerettet hat, wo es sonst unter dem Mühlstein des Verwaltungsgerichts-Beschlusses hätte beerdigt werden müssen. Auch Veranstalter Johannes Leichtle ist erleichtert, nach 36 Stunden des Vollstresses Sindelfingen doch noch rocken lassen zu können. Und "wer von Euch die Schnauze noch nicht voll hat" (Tom Ludwig) - am Samstag im Leonberger Strohländle gibt's "One more Night".