Skater in Altdorf

Spielelemente kommen erst im Herbst

Versprechen an Skateboard fahrende Kinder und Jugendliche in Altdorf nicht einzuhalten: Liefertermin nicht vor Anfang Oktober

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    Spielen Mini-WM auf dem frisch mit Rollrasen belegten Kleinspielfeld: Nadine (im Tor) und die fünf Mitspieler Tim, Nicolas, Julian und Michele Foto: hds

Artikel vom 02. September 2014 - 16:36

ALTDORF. Groß war die Enttäuschung unter Kindern und Jugendlichen im Juni, als der Gemeinderat die Suche nach einem Gelände für einen Skaterpark in Altdorf aufgab. Bürgermeister Heller versprach, als Trostpflaster schon in den Sommerferien wenigstens zwei Spiel-Elemente für Skater aufzustellen - doch daraus wird nun nichts.

"Die Lieferzeiten sind so, dass es unmöglich ist, auf die Schnelle etwas Vernünftiges herzubekommen", sagt Hauptamtsleiter Roland Narr am Montag auf Anfrage. Vor den Sommerferien habe er sich intensiv bemüht, bei Firmen zwei hochwertige Beton-Elemente zu kaufen, um sie so schnell wie möglich auf den dafür vorgesehenen Flächen aufstellen zu lassen. Doch laut Narr haben die Firmen keine Lagerware für diese Spielgeräte - das, was bestellt wird muss dann erst hergestellt, sprich in Beton gegossen werden. Und die Firmen hätten zudem volle Auftragsbücher. Raus ging die Bestellung laut Narr in der ersten Augustwoche, "wenn's gut läuft", so Narr, werden die Elemente bei einer achtwöchigen Lieferfrist Anfang Oktober aufgestellt. Einen genauen Liefertermin hat Narr aber noch nicht.

In den Sommerferien tut sich also nichts mehr. Was man seitens der Gemeindeverwaltung ausdrücklich bedauert, zumal im Juni aus Sicherheitsgründen zwei Spielelemente vor der Peter-Creuzberger-Halle abgebaut wurden. Schließlich war es der Vorschlag von Bürgermeister Erwin Heller auf der gemeinsamen Besprechung mit 13 Kindern und Jugendlichen am 22. Juli gewesen, als Ersatz für den geplatzten Skatepark zwei neue Spielelemente anzuschaffen und in der Gemeinde einen geeigneten Platz dafür zu finden - und das so schnell wie möglich.

Zu Erinnerung: Der Gemeinderat hat nach langer Suche per Gemeinderatsbeschluss aufgegeben, weiter nach einem geeigneten Gelände für einen Skatepark zu suchen. Vorausgegangen waren Jahre, in denen alle möglichen Grundstücke innerhalb des Orts und am Ortsrand gesucht, auf Tauglichkeit geprüft und wieder verworfen wurden. Ausschlaggebend dafür, dass sich alle Grundstücke am Ende als ungeeignet herausstellten, war die Lärmproblematik. Bis schließlich im Frühjahr es zu klappen schien: Zunächst hatte die Verwaltung eine Fläche unweit des Reiterhofs im Auge, das dann aber vor allem wegen Protesten aus der Reiterschaft wieder fallengelassen wurden; und dann schließlich ein Grundstück in der Verlängerung des Schönbuchwegs am Ortsrand - wo Anlieger indirekt mit Klagen drohten. Diese Klage hätten womöglich Erfolg gehabt, da der Skaterpark laut einem Gutachten im Nahbereich Lärmgrenzwerte überschritten hätte. Daraufhin gab die Verwaltung und auch der Gemeinderat auf.

Umgesetzt wurde indes ein zweites Versprechen von Bürgermeister Heller: Das Kleinspielfeld neben der Sporthalle bekam in den Sommerferien einen neuen (Roll-)Rasen verpasst, und zwar für etwa zwei Drittel der gesamten Spielfläche. Aus dem arg lädierten Acker mit großen Matschflächen wurde damit wieder ein bestens nutzbarer Spiel-Platz. Ein Trostpflaster, das von vielen Kindern täglich unter die Schuhe genommen wird.