Skater in Altdorf

Pferdebesitzer am Ende versöhnlicher gestimmt

Nachts vor dem Altdorfer Rathaus gehen die Diskussionen weiter

Artikel vom 06. Februar 2014 - 15:12

ALTDORF. Um 22 Uhr am Dienstagabend haben sich Kleingruppen gebildet vor dem Altdorfer Rathaus. Der Tagesordnungspunkt wird eifrig weiter diskutiert, während die Räte drinnen weitertagen. Die Jugendlichen und ihre Eltern zeigen sich alles andere als ernüchtert, im Gegenteil angetan von der klaren Ansage des Gemeinderats, einen Skatepark so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen: "Eigentlich sieht es doch ganz gut aus", sagt der 20-jährige Tim.

Auch vier der Briefunterzeichner (siehe nebenstehender Artikel) sind vor Ort. Sie finden es unfair, nicht im Vorfeld von der Gemeinde unterrichtet worden zu sein. Eine Drucksache im Gemeindeblatt mit einer Flurstücksnummer XYZ habe man gar nicht auf die eigene Pferdepension bezogen. Auf die Schnelle habe man deshalb am Montag einen "sehr emotionalen, sicher auch ungeschickt formulierten" Brief verfasst, betont die Altdorferin Sylvia Lallo, und sei dabei "bewusst ins Extreme" gegangen, um sich noch Gehör zu verschaffen. "Es geht uns nicht um die Skater. Wir haben nur Angst, dass es dort ausarten und Leute angezogen werden könnten, die den Platz unangemeldet als Partyplatz zweckentfremden." Das wäre für die Koppeln, wo die Pferde im Sommer ganztags Freigang haben, äußerst problematisch. "Wir wollen einfach unser bestehendes Hobby schützen", meint eine andere Pferdehalterin: Vor Ort würden Reitstunden und therapeutisches Reiten angeboten; weshalb dieses Angebot im Vergleich zum Skatepark eigentlich geringer zu bewerten sei, will sie gerne wissen.

Am Ende schlägt Sylvia Lallo versöhnlichere Töne an: Wenn es eine klare Benutzungsordnung gäbe vor Ort, wenn die Anlage tiefer gelegt würde, wenn zu einer vorgegebenen Uhrzeit mit dem Betrieb Schluss wäre, wenn das Müllproblem in den Griff zu bekommen wäre und wenn sich Bürger im Ehrenamt fänden, die ein Auge auf die Anlage würfen - dann könnte sie sich durchaus vorstellen, "dass wir dort zusammenkommen". Es müsse aber zuvor eine Absprache mit allen Pferdehaltern geben: "Es ist schade, dass wir so kommunizieren mussten. Ein Dialog im Vorfeld wäre uns lieber gewesen."