Skater in Altdorf

Skateanlage bleibt der Wunschtraum Nummer 1

Laura Sennock ist seit Mitte Mai Altdorfs neue Jugendreferentin

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    Laura Sennock kümmert sich seit Mitte Mai als Jugendreferentin um die Belange der Jugend. Ihr Büro hat sie direkt neben dem Rathaus, im Geburtshaus vom Michael Hahn Foto: Ina Kraft

Die Bilder an den Wänden fehlen noch, durch die Akten ihrer Vorgängerin hat sie sich noch nicht vollständig gewühlt, dennoch fühlt sich Laura Sennock auf ihrer neuen Stelle schon heimisch. Seit Mitte Mai kümmert sich die 25-Jährige als Jugendreferentin um die Belange des Altdorfer Nachwuchses.

Artikel vom 08. Juli 2014 - 15:00

ALTDORF. "Ich sehe mich als Sprachrohr der Jugendlichen", sagt die neue Jugendreferentin. "Und ich möchte alle Belange, die die Jugendlichen betreffen, aufnehmen und das begleiten, was daraus entstehen kann." Damit ihr das gelingen kann, sucht sie direkt den Kontakt zu den Jugendlichen: zum Beispiel in Jugendtreff "CanaP". Einmal in der Woche steht sie dort selbst hinterm Tresen, redet mit den Jungs und Mädchen, hört zu oder hilft, wenn jemand sie um Rat fragt. "Das ist was anderes, als wenn die Jugendlichen zu mir ins Büro kommen müssen, da ist die Hemmschwelle einfach höher."

Auch wenn sie neu auf ihrer Stelle ist, ist sie vielen Jugendlichen keine Unbekannte. Seit Sommer 2012 ist die Blondine Schulsozialarbeiterin an der Otto-Rommel-Realschule in Holzgerlingen - und dort gehen etliche Jungs und Mädchen aus Altdorf zur Schule. "Das macht meinen Start hier einfacher." Auch sonst bringt die junge Sozialpädagogin einiges an Erfahrung mit. Nach dem Abi machte sie zunächst ein freiwilliges soziales Jahr, anschließend studierte sie Sozialpädagogik an der Dualen Hochschule in Stuttgart - ein Studium, in dem viel Wert auf Praxis gelegt wird. Praxis sammelte sie bis April zudem in Holzgerlingen in der offenen Jugendarbeit und im Jugendhaus "W3". Dort hat Laura Sennock ein halbes Jahr lang Peter Cramer vertreten, der in Elternzeit war. Ein Job-Hopping, das zeigt, dass die Schönbuch-Jugendreferate, die alle unterm Dach des Waldhauses Hildrizhausen stehen, eng miteinander verzahnt sind. Entsprechend sind gemeinsame Aktionen geplant: etwa, die Teenie-Disco im "W3", die von den Jugendreferaten in Altdorf, Weil und Holzgerlingen organisiert wird. Ebenfalls auf der Agenda: einmal pro Jahr ein gemeinsames Projekt aller Waldhaus-Jugendreferate auf der Schönbuchlichtung. Das war in diesem Jahr "Was meinscht Du", wo die Jugendlichen sich zu ihrer Gemeinde äußern konnten.

Dank dieser Aktion konnte sich Laura Sennock schnell einen guten Überblick über die Wünsche der Jugendlichen verschaffen. Ganz oben auf der Liste steht ein Thema, das zuletzt für allerhand Frust bei Altdorfs Jugend gesorgt hat: die Skateanlage. Seit vier Jahren suchen Gemeinde, Jugendreferat und Jugendliche nach einem geeigneten Standort - ohne Erfolg.

"Da muss jetzt diesen Sommer noch etwas passieren"

In der Gemeinderatssitzung vergangener Woche dann das endgültige Aus: Nirgends lässt sich ein Platz finden, auf dem ohne Lärmschutzwände im XXL-Format die vorgeschriebenen Lärmpegel eingehalten würden. Laura Sennock will jetzt zusammen mit den Jugendlichen nach alternativen Ideen suchen und alles tun, die Gruppe der Aktiven, die sich da eingebracht haben, nicht zu verlieren. "Da muss jetzt in diesem Sommer noch was passieren. Man kann nicht nochmal in den Winter gehen", sagt die Sozialpädagogin. Sonst bestehe die Gefahr, dass von diesen Jugendlichen keine Initiative mehr kommt. Wichtig wäre vor allem aus ihrer Sicht, für die Altersgruppe der Acht- bis Zehn-, Elfjährigen etwas zu tun, die zu groß sind für einen Spielplatz und zu klein, um Altdorf zu verlassen, etwa gen Rosswiesen-Spielgelände in Holzgerlingen.

Zur Zeit kümmert sich die 25-Jährige außerdem intensiv um das Sommerferienprogramm - gleichzeitig eine gute Gelegenheit, zu Vereinen, Kirchen und anderen Organisationen Kontakte zu knüpfen. Ihr schwebt vor, zusammen mit diesen Organisationen einen Jugendkompass zu erstellen, wo alle Angebot für Jugendliche aufgeführt sind. "Es gibt sehr viele Angebote, und es wäre schön, wenn das übersichtlich und gebündelt in einem Heftchen dargestellt ist."