750 Jahre Sindelfingen

Den Sindelfinger Mitmachgeist angezapft

Stadtjubiläum: Der OB zieht eine äußerst positive Halbjahresbilanz - "Mister Jubiläum" Horst Zecha hat noch viel in petto

  • img
    Ihr Stadtjubiläum bringt die Sindelfinger dieses Jahr so richtig in Fahrt - hier zum Beispiel auch die Feuerwehr, die für den Zeitspaziergang in historische Uniformen geschlüpft ist Foto: red

Artikel vom 22. Juli 2013 - 15:36

SINDELFINGEN. Ein fulminanter Jahresauftakt mit Rathaus-Lichtinstallation und Feuerwerk, eine Baumpflanzaktion mit "Sindolf"-Bier-Fassanstich, "Sindolfs" Traum-Theater und ein Festwochenende mit Kuchenritt, Zeitspaziergang und 50 000 Menschen auf den Beinen: Die Feierlichkeiten zum 750-Jahr-Jubiläum Sindelfingens waren durchweg von Erfolg gekrönt.

Und so zog OB Bernd Vöhringer gestern denn auch eine äußerst positive Halbzeitbilanz der Sausen und kündigt an, dass auch das verbleibende Jubeljahr noch jede Menge Attraktionen bereit halte.

Möglichst viele Akteure einbinden und ein Jubiläum mit der Bürgerschaft und von Bürgern für Bürger kreieren - das war der Ansatz der Stadtverwaltung gewesen. "Und dieses Ziel, diese Wunschvorstellung ist auch vollkommen aufgegangen", so das Stadtoberhaupt gestern in einem Pressegespräch. Die Stimmung in der Stadt am Jubiläumswochenende sei großartig gewesen, überall habe man spüren können, dass die reiche Geschichte die Sindelfinger bewege.

100 Mitmachprojekte zeigten, wie sich die Sindelfinger in ihren Stadtgeburtstag einbringen; und bis zuletzt seien hier noch kreative Leute unterwegs mit ihren Inspirationen, verwies der OB auf das kleine Roland-Emmerich-Filmfestival, das am Wochenende im alten Kino stattfinden wird.

Wie viele Menschen genau an dem Stadtjubiläum in irgend einer Form partizipieren, sei natürlich schwer zu sagen. Doch im Rathaus schätzt man, dass es Tausende sind in Vereinen, Verbänden und Organisationen. Das gesamte, stark kulturell geprägte Netzwerk sei aktiv gewesen, weiß man in der Hauptzentrale der Stadt. Vöhringer: "Die Sindelfinger haben überall ihr bürgerschaftliches Engagement gezeigt. Das ist der größte Schatz des Jubiläumsjahres, ein wahrer Reichtum dieser Stadt", so deren oberster Repräsentant.

Der lobt in diesem Zusammenhang vor allem einen Mann, der in aller Ruhe und Bescheidenheit und doch auch aller Tatkraft den Großteil der Planungen verantwortlich geleitet hat: Horst Zecha, Chef der Projektgruppe Stadtjubiläum. Der Leiter des Kultur- und Schulamts nimmt diesen Dank zwar gerne entgegen; er gibt ihn aber zugleich in aller Bescheidenheit weiter an das Netzwerk der Akteure in Sindelfingen, auf das er sich habe einmal mehr verlassen können. Zecha: "Es ist diesen Leuten geschuldet, dass so viel wahrgeworden ist, was meine Hoffnungen und Wünsche waren." Das Identitäts- und Gemeinschaftsgefühl in der Daimlerstadt sei nachhaltig gestärkt worden, freute sich Zecha. Und bedankte sich bei seinem Chef und beim Gemeinderat, "für den großen Vertrauensbeweis und den Rückhalt, hier auch Unkonventionelles haben machen zu dürfen".

Zurück aus eineinhalb Abschaltwochen in den Tessiner Bergen, will Horst Zecha nun nochmals mit voller Kraft die verbleibenden Jubiläumsaktivitäten begleiten. Aktivitäten, die wiederum aus der Bürgergemeinschaft kommen, als da wären:

am 7. September ein Jedermann- und Staffel-Triathlon

am 15. September ein historischer Pferdeumzug mit Kutschen in der Innenstadt

am 5. Oktober ein Oktoberfest der Musikkapelle Maichingen im 1000-Plätze- Festzelt auf dem Stadthallen-Parkplatz

am 26. Oktober ein Überraschungskonzert für die Jugend im Glaspalast und

am 8. November die Musical-Eigenproduktion "Sirenen der Heimat".