750 Jahre Sindelfingen

Fünf spezielle Ausstellungen als Beitrag zum Stadtjubiläum

Zyklus im Oberlichtsaal thematisiert Sindelfinger Künstlerinnen und Künstler der vergangenen 50 Jahre - Morgen Abend erste Vernissage

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    Organisator Felix Sommer Foto: Musleh/Archiv

Artikel vom 06. Februar 2013 - 19:30

SINDELFINGEN (red). In diesem Jahr feiert die Stadt Sindelfingen ihr 750-jähriges Bestehen. Folglich sehen sich die Verantwortlichen der Oberlichtsaal-Galerie aufgerufen, mit angemessenen Beiträgen mitzufeiern. Deshalb gibt es in den nächsten Monaten insgesamt fünf Ausstellungen, die auf unterschiedliche Weise Sindelfinger Künstlerinnen und Künstler zeigen - die erste wird am morgigen Donnerstag um 19 Uhr eröffnet.

Da sie nicht die Zeitspanne der vergangenen 750 Jahre bedienen können, haben sich die Macher auf die letzten 50 konzentriert. "Also den durchschrittenen Bogen von der damaligen 700-Jahr-Feier bis zur jetzt vor uns liegenden 750-Jahr-Feier", erläutert Organisator Felix Sommer. Seit jeher sei eines der selbst gesteckten Ziele des Oberlichtsaals, das künstlerische Schaffen der vor Ort lebenden Künstlerinnen und Künstler zu präsentieren. Und dieses Ziel soll im laufenden Jubiläumsjahr auf besondere Weise verwirklicht werden: "Wir wollen diejenigen, die hier einmal gearbeitet haben oder von hier stammen, hin und wieder in das kollektive Gedächtnis der Stadt zurückzuholen." Ob "Sindelfinger Sezession", "Circel 70", oder "Neue Gruppe Sindelfingen" - es gab einige Gruppierungen, deren Initiatoren Sindelfingen als Präsentationsfeld ihrer Werke und somit als Ort der Auseinandersetzung mit ihrer jeweiligen Arbeit ausgewählt hatten. Diesen Verbünden sollen die ersten Ausstellungen im Februar/März und März/April gewidmet sein.

Gruppierungen bekommen genauso Platz wie Einzelakteure

Darüber hinaus existierten Künstlerpersönlichkeiten, die keiner Gruppe angehörten und die vielleicht zu ihrer Heimat- oder Wahlheimatstadt gar ein zwiespältiges Verhältnis hatten. "Außerhalb des Gruppenbilds" betiteln Sommer und Co. die dritte Schau des Zyklus im Mai und Juni, die sich den bereits verstorbenen Otto Gorzolka, Elsbeth Kienzlen, Ulli Kittel, Eberhard Rau und Ute Renz zuwenden soll.

Zudem werden die aktuell in Sindelfingen und Umgebung agierenden Künstlerinnen und Künstler aufgerufen, in der vierten Ausstellung im Oktober und November eine sehr frühe Arbeit - wenn möglich aus dem Jahr 1963 - einer Arbeit aus dem Jahr 2013 gegenüberzustellen. "Erstere kann im Einzelfall auch eine Schüler- oder Kinderzeichnung sein", meint Felix Sommer.

Abgeschlossen werden soll der Ausstellungszyklus mit einer Präsentation in den letzten Wochen des Jahres, die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler zeigt, die nach 1963 geboren wurden und heute noch zur mittleren oder jüngeren Generation zählen: zum Beispiel Lena Heger, Olivier Kugler, Johannes Wald oder Thomas Zitzwitz.