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Zusammen nichts dem Zufall überlassen

KRZ-Laufteam 2015: 60 glückliche Teilnehmer bei der Auslosung im Brauhaus Böblingen - Medizincheck ist der erste Programmpunkt

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    Ausdauerexperte Axel Stahl und KRZ-Chefredakteur Otto Kühnle (stehend v. re.) bei der Auslosung im Böblinger Brauhaus: Mit jedem Nicht-Anwesenden steigt die Chance KRZ-Fotos: Sandra Langguth

Das Laufteam der KREISZEITUNG für das Jahr 2015 steht: Im Böblinger Brauhaus durften sich am Mittwochabend 60 Bewerberinnen und Bewerber über ihre Auslosung freuen. Auf sie wartet nun in den kommenden sechs Monaten eine umfangreiche Vorbereitung auf den Halbmarathon in Stuttgart.

Artikel vom 09. Januar 2015 - 17:24

KREIS BÖBLINGEN. Um die ersten 20 Kandidaten zusammenzubekommen, mussten KRZ-Chefredakteur Otto Kühnle und Ausdauerexperte Axel Stahl allerdings mächtig schwitzen, denn etliche, die aus dem Topf der rund 120 Namen gezogen wurden, glänzten durch Abwesenheit. "Euch kann das ja nur recht sein. Mit jedem, der nicht da ist, steigen eure Chancen", schürte Kühnle die Hoffnungen der Anwesenden auf einen der begehrten 60 Plätze. Ganze zwei Drittel gingen in diesem Jahr an Frauen.

 

Frech-Frauen: Gleich drei Plätze auf einen Schlag bekam die Familie Frech. Mama Smiljana und ihre Töchter Julika (17) und Natascha Frech (22) hatten sich als Trio beworben. "Eine Dreiviertelstunde geht schon", verriet die 48-jährige Böblingerin, die mit ihren Mädels vor allem mehr Kontinuität ins Lauftraining bringen will. "Wir wollen das einfach besser in den Alltag integrieren", nickten die jungen Frauen. Anlass, an die frische Luft zu gehen gibt außerdem Hund Koko, ein stattlicher Briard. Der wird in Stuttgart genauso wie sein Herrchen im Ziel auf die Frech-Frauen warten.

 

Von 8 auf 21: Mit dem Vorurteil, beim Tischtennis müsse man sich ja nicht groß anstrengen, räumte Carsten Nestele gleich mal auf. "Was meinst du, wie ich da ins Schwitzen komme", sagte der Verbandsklasse-Spieler der SV Böblingen lachend. Sport steht bei dem stellvertretenden Vereinsmanager der SVB ohnehin hoch im Kurs, beim Joggen hat der 31-Jährige aber noch Luft nach oben. "Ich bin zweimal beim Flugfeldlauf über fünf Kilometer gestartet", beschrieb der Böblinger seine bisherige Wettkampferfahrung. "Und mehr als acht Kilometer am Stück bin ich bislang noch nicht gelaufen." Das wird sich in den kommenden Wochen ändern. "In Stuttgart unter zwei Stunden zu laufen, das wäre schon toll."

 

Wiederholungstäter: Einfach im Ziel ankommen möchte hingegen Matthias Schmidt aus Schönaich. 2009 war er schon einmal im KRZ-Laufteam, kam in Stuttgart nach 1:45 Stunden ins Ziel. Allerdings musste er sich mehreren Operationen am rechten Fuß unterziehen, die das Laufen seither nahezu unmöglich machten. "Mein Physiotherapeut hat mir grünes Licht gegeben", freut sich der Wiederholungstäter darauf, in der Gruppe den Einstieg zu finden.

 

Runter vom Rad: Als ambitionierten Sportler beschreibt sich Richard Hutt, allerdings hat sich der Schönaicher bislang meist nur auf dem Drahtesel verausgabt. Ob er das von Vater Robert hat, der lange Jahre bei der RSG Böblingen die Radausfahrten leitete? Mag sein, jedenfalls "war es schon immer ein Ziel von mir, einen Halbmarathon zu laufen", erklärte der 29-Jährige. Ähnlich geht es da Angelika Schliem. Die Sindelfingerin benötigte dazu allerdings ein wenig (un)sanften Druck bei der Bewerbung. "Ich habe sie einfach angemeldet", verriet Tochter und RSG-Triathletin Steffi Weichert.

 

Ball-los-laufen: Sport ohne Ball? Das konnte sich Thomas Wohlbold lange nicht vorstellen. Der ehemalige Fußballtorhüter, der über 600-mal für die SpVgg Holzgerlingen zwischen den Pfosten stand, ist inzwischen aber voll und ganz mit dem Läufervirus infiziert. "Irgendwas musch ja macha", meinte der Altdorfer lachend. Viele in seinem Umfeld hätten nur den Kopf geschüttelt, als er vor einiger Zeit mit dem Laufen anfing. Mit einer schnellen Zeit in Stuttgart kann er es denen nun zeigen.

 

Durchhaltevermögen: Vor zwei Jahren war ihr Mann Harald im KRZ-Laufteam, nun nimmt Andrea Rapp die gut 21 Kilometer in Angriff. Dass sie Durchhaltevermögen besitzt, hat die Aidlingerin bereits im vergangenen Jahr bewiesen. "Ich habe 38 Kilogramm abgenommen", erklärte sie auf Nachfrage. Auf diese Leistung kann die Basketballerin, die bei der SV Böblingen im Freizeitteam spielt, wahrlich stolz sein. "Und jetzt will ich ausprobieren, ob es auch mit dem Halbmarathon klappt." Unterstützung bekommt sie von ihrer Freundin Jannine Möhlmeier aus Böblingen, mit der sie sich gemeinsam beworben hat.

 

Zweiter Anlauf: 2010 war er mit seinen 15 Jahren noch zu jung fürs Laufteam, musste damals seinen Vater Gottfried Ganter-Blödow allein auf die Strecke ziehen lassen. Nun hat es für Jonathan Ganter beim zweiten Versuch geklappt. "Ich suche neben dem Handball eine neue Herausforderung", so der 19-Jährige, der sich außerdem aufs Bogenschießen versteht. "Ich hab' in der Zwischenzeit auch noch ein bisschen Krafttraining gemacht. Aber jetzt wird es wieder Zeit für die Ausdauer."

 

Gute Seelen: Ohne sie wäre das KRZ-Laufteam gar nicht möglich: die guten Seelen vom Therme-Lauftreff, die jede Woche bei Wind und Wetter dafür Sorge tragen, dass die KRZler gut durch ihr Training kommen. Von der Wohlfühlgruppe bis hin zu den ganz Schnellen ist dabei alles vertreten. Und weil sie Wiedereinsteiger und Neulinge einfach gerne Meter für Meter begleiten, freuen sich Dietmar und Rosi Froeberg-Suberg, Gerhard Keck, Andreas und Gisela Leutwein, Carsten Spohr, Matthias Klingel, Kerstin Lübbe, Kristina Fischer, Harry und Renate Zimmermann sowie Jörg Hirschkorn jedes Jahr aufs Neue auf die Teilnehmer des KRZ-Teams. Für die geht es bereits am 17. und 18. Januar mit dem Medizincheck im Klinikum Sindelfingen los. Jeder bekommt bei Dr. Horst Nebelsieck eine Herzultraschall-Untersuchung und auf dem Radergometer ein Belastungs-EKG, ehe es am darauffolgenden Donnerstag beim Stahl Sport Shop bereits mit dem ersten Training losgeht.