Mann fährt Einsatzkräfte fast um und wird beschossen

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    Eine Polizeistreife fährt zu einem Einsatz. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Artikel vom 14. Juli 2020 - 18:33

Mannheim (dpa/lsw) - Ein Mann soll in Mannheim versucht haben, mit seinem Auto einen Feuerwehrmann und einen Polizisten umzufahren. Als die Polizei bei dem Vorfall am Montagabend schoss, flüchtete der 32-Jährige - und erschien am Dienstagmorgen mit einer Schusswunde am Arm im Krankenhaus. Wie genau es zu der Verletzung kam, müsse nun geklärt werden, sagte ein Polizeisprecher. Es liege aber nahe, dass der Mann bei dem Polizeieinsatz angeschossen wurde. Den Angaben zufolge war der 32-Jährige am Montagabend nach einem Feuerwehreinsatz zunächst auf ein geparktes Feuerwehrauto zugefahren. Er hielt daraufhin an und fuhr dann laut Polizei deutlich zu schnell im Rückwärtsgang auf einen Feuerwehrmann zu. Dieser rettete sich durch einen Sprung zur Seite. Anschließend fuhr der Mann den Angaben zufolge mit seinem Wagen auf einen Polizisten zu, woraufhin die Polizei auf das Auto schoss. Der Autofahrer flüchtete und ging am Morgen danach selbst ins Krankenhaus. Der Mann sei «mehr als leicht verletzt», Lebensgefahr bestehe aber nicht, sagte der Polizeisprecher. Die Ermittler gehen von einer erheblichen Verkehrsstraftat des 32-Jährigen und nicht von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Weil Haftgründe fehlten sei kein Haftbefehl beantragt worden.