Staatsanwaltschaft informiert über Vergewaltigung

Artikel vom 02. November 2018 - 01:22

Freiburg/Stuttgart (dpa/lsw) - Fast drei Wochen nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg wollen sich Polizei und Staatsanwaltschaft heute bei einer Pressekonferenz äußern. Geplant sind Erläuterungen zum Ermittlungsverfahren. Ein zunächst nicht vollstreckter Haftbefehl gegen einen Verdächtigen sorgt für Ärger und offene Fragen. Die FDP- und SPD-Opposition im Landtag forderte Aufklärung dazu, warum der Haftbefehl vom 10. Oktober zunächst nicht vollzogen wurde. Der schwere sexuelle Übergriff geschah in der Nacht zum 14. Oktober. Das Innenministerium gibt ermittlungstaktische Gründe an. Die 18 Jahre alte Studentin soll nach einem Disco-Besuch von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Acht Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft - sieben Syrer im Alter von 19 Jahren bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher. Die am Opfer gefunden Körperspuren sowie Vernehmungen und verdeckte Maßnahmen führten zur Festnahme der acht Männer. Der Mann, gegen den bereits der Haftbefehl wegen eines anderen Deliktes vorlag, soll mit der 18-Jährigen die Disco verlassen haben. Der Haftbefehl wurde erst am 21. Oktober vollstreckt.