Kretschmann sieht Vernetzung der AfD mit Verfassungsfeinden

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    Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv

Artikel vom 11. September 2018 - 15:06

Stuttgart/Berlin (dpa/lsw) - Nach Einschätzung von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) rückt die AfD immer weiter nach rechts. Es gebe eine immer stärkere Vernetzung der Partei auch mit offen verfassungsfeindlichen Gruppen, sagte Kretschmann am Dienstag in Berlin. «Insofern ist das schon ein eminenter Faktor, der sich da aufbaut mit dem Rechtspopulismus.» Vizeregierungschef Thomas Strobl (CDU) sagte, die AFD sei eine Partei, die Rassismus und Antisemitismus in ihren Reihen nicht nur dulde, sondern beherberge. Dabei gebe es eine Arbeitsteilung in der AfD zwischen Biedermännern und Brandstiftern, wobei die Biedermänner nicht weniger schlimm seien. Seit den Vorfällen in Chemnitz gibt es Forderungen von Politikern, die AfD, die in vielen Parlamenten sitzt, zu beobachten.