WFV setzt Spiele bis zum Jahresende aus

In diesem Jahr wird kein Amateurfußball mehr gespielt: Der WFV hat alle Spiele bis Jahresende abgesagt. Dafür könnte jedoch schon im Januar wieder gekickt werden. Auch eine Änderung der Spielmodi ist möglich.

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    Die Pause im Amateurfußball wird verlängert. Foto: Eibner

Artikel vom 26. November 2020 - 12:09

Nach der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch hat der Württembergische Fußballverband (WFV) beschlossen, alle Fußballspiele bis Ende des Jahres abzusetzen. Diese Regelung gilt einschließlich der Oberliga abwärts. "Nachdem gestern im Rahmen der Beratungen der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vereinbart wurde, die seit dem 2. November geltenden Corona-Beschränkungen bis zu den Weihnachtsfeiertagen aufrechtzuerhalten und es damit insbesondere keine Lockerungen für den Amateursport geben wird, müssen sämtliche bis zum Jahresende 2020 terminierten Spiele im Verbandsgebiet des WFV abgesetzt werden", teilte der Verband am Donnerstag in einer Pressemitteilung mit.

Vielleicht schon Spiele im Januar?

Unverändert hat für den Verband die oberste Priorität, den Vorgaben der Spielordnung Rechnung zu tragen, das heißt, soweit rechtlich möglich und zumutbar vollständige Meisterschaftsrunden mit Hin- und Rückspielen zu absolvieren. Deshalb wäre es mit Blick auf die beachtlichen Staffelgrößen in dieser Saison Ideal gewesen, noch in diesem Jahr einige Spiele zu bestreiten. Da dies jedoch nun nicht mehr möglich sein wird, kommen in Staffeln mit entsprechenden Mannschaftszahlen Spiele bereits im Januar in Betracht. Das gilt natürlich nur, sollten bis dahin entsprechende Lockerungen seitens der Regierung beschlossen werden.

Nachdem derzeit unsicher ist, wann und unter welchen Voraussetzungen der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, wird es nun erforderlich sein, sehr zeitnah Perspektiven für das restliche Spieljahr zu entwickeln. "Die Aufgabe der Fußballverbände ist es, einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen. Im engen Austausch mit unseren ehrenamtlichen Bezirksspiel- und Staffelleitern haben wir in den vergangenen Wochen hier alle Möglichkeiten diskutiert und abgewogen. Aus diesem Grund war es notwendig und richtig, die Entscheidungen der Politik abzuwarten. Nun haben wir Klarheit und werden einen sinnvollen Weg finden, um die Spielzeit 2020/21 sportlich gerecht werten zu können", sagt Harald Müller, Vorsitzender des WFV-Verbands-Spielausschusses und der Oberliga-Spielkommission.

Spielmodus kann geändert werden

Soweit Meisterschaftsrunden nicht vollständig zu Ende geführt werden können, sieht die Spielordnung dazu bereits Regelungen vor. Sowohl die Quotienten-Regelung zur Ermittlung von Auf- und Absteigern als auch die Möglichkeit zur Annullierung von Meisterschaftsrunden sind in der Spielordnung angelegt. In Betracht kommt darüber hinaus auch eine Verlängerung des Spieljahres bis zum 15. Juli 2021. Ausdrücklich kann auf die aktuelle Situation aber auch durch die Entwicklung anderer Spielmodi reagiert werden. Denkbar sind so zum Beispiel auch Auf- und Abstiegsrunden nach einer abgeschlossenen Vorrunde. Zur Entscheidung hierüber hat der außerordentliche Verbandstag am 20. Juni 2020 den Beirat ermächtigt. So ist einerseits die Einbindung der Bezirke gewährleistet, und andererseits wird ein einheitliches Vorgehen garantiert, was für einen reibungslosen Auf- und Abstieg erforderlich ist.