Kommentar zu jüngsten Ausschreitungen auf dem Fußballplatz: Rassismuskeule

Nach Hetzjagd auf Schiedsrichter durch Spieler und Zuschauer von K.F. Isa Boletini Sindelfingen

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Es ist schwierig geworden, seine Meinung zu äußern. Alles, was nicht ins Bild von Political Correctness passt, läuft Gefahr, verurteilt zu werden. Vor allem eine rhetorische Waffe wird gerne geschwungen: die Rassismuskeule.

Artikel vom 23. Oktober 2019 - 09:42

Von Michael Schwartz

Wer etwas gegen Menschen mit Migrationshintergrund sagt - egal, ob sich diese unpassend verhalten haben - wird gleich in die braune Soße gerührt. Genau das macht die Problematik mit ausländischen Mannschaften wie K.F. Isa Boletini Sindelfingen so kompliziert (zur Hetzjagd auf den Schiedsrichter in Deufringen siehe unsere Berichterstattung ► hier und ► hier).

Denn egal, welche Konsequenzen aus deren Fehlverhalten gezogen werden: immer waren "Rassisten" am Werk. Besagter Verein praktiziert diesen Abwehrmechanismus in Reinform. Der verprügelte Schiedsrichter war Serbe, und schon hatten die verharmlosenden Albaner in ihren Augen eine Ausrede.

Als vorige Saison die Partie des KSC Böblingen in Unterjettingen abgebrochen wurde, waren für den Verein anfangs auch alle schuld, nur nicht Prügelkicker und -zuschauer, die den Unparteiischen auch als "Nazischwein" beschimpft hatten.

Teams, die sich aus einem bestimmten Kulturkreis zusammensetzen, werden ganz im Sinne des Wohlwollens (und weil man keine andere Meinung haben darf) als Musterbeispiele für Integration bezeichnet. In konkreten Fällen, wie aktuell dem von K.F.I.B, übersehen die Lobenden aber häufig, dass genau die gegenteilige Wirkung eintritt: Segregation. Frei nach dem Motto: "Wir als arme Opfer gegen die bösen Rassisten."

Die Sindelfinger von Isa Boletini, für deren Fehlverhalten übrigens nur ein Ausschluss vom Spielbetrieb die Lösung sein kann, übersehen die Rassismuskeule schwingend aber einen Aspekt: Die eigene Einstellung, das zeigen die Aussagen, ist selbst zutiefst rassistisch.