Einst universitäre Realität in Deutschland: Schädelanalyse zum Beweis der „Überlegenheit“ weißer Menschen gegenüber den Völkern Afrikas (hier eine Szene aus dem Film „Der Vermessene Mensch“ von 2023 Foto: Arthaus

Werden die deutschen Kolonialverbrechen wirklich aufgearbeitet? Die Künstlergruppe Forensic Architecture/Forensic hat Zweifel. Warum? Das zeigt sie in Stuttgart.

Bei der Aufarbeitung deutscher Kolonialverbrechen in Südwestafrika spielt Baden-Württemberg seit langem eine besondere Rolle. Intensiv haben Theresia Bauer (Grüne) als Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst und nicht minder seit 2021 ihre Nachfolgerin Petra Olschowski (Grüne) bei der Bundesregierung für eine nationale Initiative umfassende Rückgabe geraubter Kunstschätze wie auch menschlicher Artefakte geworben. Geht es nach dem Willen des neuen Kunststaatsministers Wolfram Weimer (CDU), steht jedoch eine Kehrtwende in der Auseinandersetzung mit den Realitäten deutscher Kolonialpolitik zwischen 1890 und 1918 an. Das Thema Kolonialismus soll in den Konzeptionen der von der Bundesregierung unterstützten Gedenkstätten keine Rolle mehr spielen.

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