Die drei Rathauschefs Ioannis Delakos (rechts), Lukas Rosengrün (Zweiter von links) und Stefan Belz (Zweiter von rechts) bekommen von Dorothea Bauer die Petition überreicht. Mit dabei Karl-Heinz Rau, Mitinitiator der Petition. Foto: Eibner-Pressefoto /Damla Oguz

Eine Petition fordert, dass der mögliche Windpark zwischen Diezenhalde und Mauerner Tal in Bürgerhand umgesetzt werden soll. Sie hoffen, dass die Unterschriften ein Signal an Energiegnossenschaften sind, sich zu bewerben. Die Ausschreibung für den Windpark läuft noch bis zum 24. Juli.

Der mögliche Windpark zwischen Böblingen, Holzgerlingen und Ehningen soll in Bürgerhand entstehen. Das wünscht sich eine neue Initiative mit Beteiligten aus allen drei Gemeinden, die vor rund zwei Wochen eine entsprechende Petition aufgelegt hat. Am Mittwoch hat Dorothea Bauer, Grünen-Stadträtin in Böblingen, ein erstes Zwischenergebnis den Bürgermeistern der drei Kommunen, Stefan Belz (Grüne), Ioannis Delakos (parteilos) und Lukas Rosengrün (SPD) überreicht. Karl-Heinz Rau, Mitinitiator der Petition und Koordinator der Ortsgruppe Omas-for-Future Böblingen-Sindelfingen, sprach von einer „beachtlichen Zahl an Bürgern, die den Wunsch nach einem Bürger-Windpark haben – und das innerhalb kurzer Zeit.“

Stand Dienstagabend haben insgesamt 876 Menschen die Petition unterzeichnet. Von ihnen kommen laut Rau 764 aus dem Kreis Böblingen, 522 davon aus den drei Kommunen auf deren Gemarkung der Windpark entstehen könnte. Sogar auf Gemeindeebene hatte Rau die Zahlen heruntergebrochen: Demnach haben aus Böblingen 268, aus Holzgerlingen 160 und aus Ehningen 94 Bürgerinnen und Bürger unterschrieben. Auch von der Diezenhalde seien 20 Unterschriften dabei, sagte Rau. Der Böblinger Ortsteil liegt dem potenziellen Windpark am nächsten, von dort macht sich besonders viel Protest gegen die Windräder bemerkbar.

Was die Intention der Petition ist

Die drei Bürgermeister nahmen die Petition entgegen und erinnerten daran, dass eine Beteiligung der Bürger auf jeden Fall ein Kriterium im Verfahren sei. Wie diese genau aussehen soll, ist aber noch offen. „Wir sind gespannt, was am Ende dabei rauskommt“, meinte Böblingens OB Stefan Belz (Grüne).

Die Petition soll bis zum Ende der Ausschreibungsfrist für den Windpark am 24. Juli laufen. Sie soll, so Rau, zum einen ein Signal an Energiegenossenschaften sein, sich auf die Ausschreibung zu bewerben und zum anderen den kommunalen Entscheidungsträgern zeigen, wie groß der Wunsch in der Bevölkerung nach einer solchen Lösung ist.

Die Petition ist zu finden im Internet unter  www.openpetition.de/BB14