Fast alle Raubtiere, hier ein junger Gepard, ernähren sich von tierischer Kost. Foto: Wilhelma

Bären, Wölfe, Raubkatzen: Am Sonntag, den 24. August, dreht sich beim Aktionstag in der Wilhelma Stuttgart alles um die spannende Welt der Raubtiere. Was erwartet die Besucher?

In der Wilhelma sind vielerlei Raubtiere zu sehen. Seit neuestem leben auch Amurtiger in ihrer neuen Anlage. Am kommenden Sonntag dreht sich beim Aktionstag nach Angaben des Stuttgarter Zoos alles um diese Tierart, die in diesem Jahr schon für einige Neuigkeiten gesorgt hat: beispielsweise bei den Brillenbären. Da war Brillenbär Hubärt aus Österreich mehrere Wochen bei Artgenossin Suyana zu Gast. Ob sein Besuch erfolgreich war und sich Nachwuchs einstellt, muss sich nach Angaben des Zoos noch zeigen.

Im April ist ein kleiner Schneeleoparden-Kater zur Welt gekommen und Gepardin Niara hat Sechslinge geboren. Seit Mitte Juli sorgt außerdem die rund 5000 Quadratmeter große Anlage für die größte Katze der Welt, die Amurtiger, für großes Interesse in der Wilhelma. Dort sind Kater Amazar und Katze Noia zu sehen, die auch einmal für Nachwuchs sorgen sollen zum Erhalt ihrer bedrohten Art.

Fellmuster und Raubtierschädel werden beim Thementag gezeigt. Foto: Wilhelma

Thementag in der Wilhelma: Was ein Raubtier ausmacht

Beim Thementag erfahren die Besucher, dass die Welt der Raubtiere noch viel weiter gefächert ist. So gehören auch Füchse, Wölfe und Hyänen und kleine Beutegreifer wie Erdmännchen oder Mauswiesel dazu. Zoopädagogen informieren am Aktionstag in der Wilhelmaschule von 11 bis 17 Uhr darüber, was alle Raubtiere gemeinsam haben und was sie von anderen Fleischfressern wie Haien, Greifvögeln und Krokodilen unterscheidet. Echte Krallen und Zähne helfen dabei, zu verstehen, was ein Raubtier ausmacht, wovon es sich ernährt und wie es auf Jagd geht. Zudem werden Felle vom Jaguar und Leopard gezeigt. Groß und Klein können Fellmuster den zugehörigen Raubkatzen zuordnen und auf Bildern die oft perfekt getarnten Tiere versuchen zu finden.

Wilhelma: Aktionsgemeinschaft Artenschutz stellt Geparden-Projekt vor

Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz stellt an der im nördlichen Teil der Wilhelma gelegenen Gepardenanlage ein Schutzprojekt für die gefleckten Jäger in Namibia vor: Dort werden immer wieder Nutztiere von Geparden gerissen. Deshalb wird ihnen gezielt nachgestellt. Der „Cheetah Conservation Fund“ bildet deshalb Herdenschutzhunde aus und vermittelt sie. Diese tragen den Angaben zufolge erfolgreich dazu bei, dass sich die Geparde den Nutztieren kaum noch nähern. Die Wilhelma und ihr Förderverein unterstützen dieses Projekt jährlich mit 25.000 Euro. Die Teilnahme am Thementag Raubtiere ist für alle Besuchenden kostenlos und im Eintritt in die Wilhelma inbegriffen.