Zwölf Jugendliche und ein Erwachsener beteiligen sich am Rückbau der Moutainbike-Anlagen bei Schafhausen. Foto: /Stadt Weil der Stadt

Die Jugendlichen bauen die illegal im Naturschutzgebiet Hacksberg angelegte Mountainbikestrecke selbst zurück. Jetzt bekommen sie eine Alternative in Aussicht gestellt.

Schafhausen - Die illegal im Naturschutzgebiet Hacksberg angelegte Mountainbikestrecke wurde von den überwiegend jugendlichen Erbauern und Nutzern in einer gemeinsamen Aktion mit Forstrevierleiter Olaf Späth abgebaut.

Nachdem die Stadtverwaltung im Frühjahr diesen Jahres Kenntnis von dem illegalen Singletrail mit eingebauten Kurvenerhöhungen und Schanzen bekam, veranlasste der Revierleiter die Sperrung der Strecke mit Absperrbändern und selbst gefertigten Hinweisschildern.

Einsicht und Bereitschaft gezeigt

Auf diesen Schildern wurde von der Forstverwaltung Weil der Stadt um Kontaktaufnahme mit dem Revierförster gebeten und in Aussicht gestellt, dass gegebenenfalls an anderer Stelle im Stadtwald eine legale Montainbike-Downhillstrecke gebaut werden könnte.

Daraufhin meldeten sich laut Pressemitteilung der Stadt einige Jugendliche und zeigten demnach im Gespräch Einsicht und die Bereitschaft, am Rückbau der Hacksberg-Strecke mitzuwirken.

„Man muss den Jugendlichen hoch anrechnen, dass Sie sich gemeldet haben und nun auch an der Zerstörung ihrer selbst gebauten Mountainbike-Strecke mit großem Engagement beteiligen“, betont Revierleiter Olaf Späth.

Rückbau ohne Alternative

Zum Rückbau gab es aus rechtlichen Gründen keine Alternative, da es sich bei dem Waldgebiet um ein Naturschutzgebiet handelt. Dies sei den Jugendlichen nicht bewusst gewesen, als sie die Strecke anlegten, ebenso wenig wie die Tatsache, dass generell im Wald das Fahren mit Fahrrädern nur auf Wegen mit einer Breite von über zwei Metern oder auf offiziell ausgewiesenen Mountainbike-Trails gestattet ist. „Nun sind wir auf der Suche nach einem geeigneten städtischen Waldstück, auf dem dann eine offiziell genehmigte Strecke entstehen könnte“, kündigt der Revierförster an. Neben der Flächensuche seien natürlich vorab auch alle weiteren rechtlichen Fragen zu klären und Genehmigungen einzuholen. (red)

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