Die Oberliga-Volleyballer des VfL Sindelfingen mussten sich erst im Tiebreak beim VC Baustetten geschlagen geben. Wie sie trotz 0:2-Rückstands noch einen Punkt sichern konnten.
Die Oberliga-Volleyballer des VfL Sindelfingen haben das Duell beim Tabellennachbarn VC Baustetten knapp mit 2:3 verloren. Nach einer beeindruckenden Aufholjagd mussten sie sich erst im Tiebreak geschlagen geben.
Auf den ersten Blick schien Trainer Fabian Probst mit seinen besten Spielern in die Partie zu starten, doch dieser Eindruck trog. Mit Nick Hoschke und David Schubert standen zwei Akteure auf dem Feld, die krankheitsbedingt unter der Woche ohne Trainingseinheit hatten auskommen müssen, Thomas Meyer war zudem gesundheitlich angeschlagen. Auch Bill und Tim Grundtner sowie Kristian Keubler und Conrad Darmer standen nicht zur Verfügung.
VfL Sindelfingen kämpft sich mit angeschlagenem Kader zurück
Trotz dieser personellen Engpässe erwischten die Sindelfinger den besseren Start und gingen dank starker Aufschläge von Mykhailo Trush mit 3:0 in Front. Doch dieser Vorsprung hatte nicht lange Bestand. Angetrieben von den Heimfans steigerten sich die Gastgeber. „Durch die Anfeuerung haben sie bestimmt noch ein paar Prozent mehr rausholen können“, erkannte Probst.
Der Gegner setzte seinen Schützlingen mit einer starken Defensivleistung ordentlich zu. „Wenn das Team sowieso nicht komplett fit ist und dann die eigenen Angriffe nicht sitzen, ist das doppelt bitter“, haderte Probst. „Den ersten Satz hat nicht Baustetten gewonnen, sondern wir verloren“, bilanzierte der Coach , der allerdings einräumte, dass der Kontrahent im zweiten Durchgang tatsächlich die bessere Mannschaft stellte. Nach dem knappen 27:25 und dem verdienten 25:21 lag der VC komfortabel in Führung.
Trotz des klaren Rückstandes und obwohl sie nicht viele Wechseloptionen hatten, bekamen die Sindelfinger noch einmal die zweite Luft. „Die Baustettener haben ihre beiden besten Angreifer herausgenommen, weil die ein bisschen müde waren. Das hat einiges am Spiel verändert“, erklärte Probst.
Obwohl er bei seinem „halben Lazarett“ eine regelrechte „Krankheits-Trance“ beobachtete, kam der VfL zurück in die Partie und glich mit 25:22 und 25:21 aus. Vor dem entscheidenden Abschnitt war die Marschroute des Übungsleiters eindeutig: „Wenn wir schon so verrückt sind, und in diesem Zustand zwei Stunden intensiven Volleyball spielen, dann wollen wir den Tiebreak jetzt auch gewinnen.“ Zwar kämpfte sich seine Truppe nach einem 4:7-Rückstand noch einmal heran, doch am Ende reichte es beim 12:15 nicht.
„Das war mega frustrierend, und ich hatte brutal schlechte Laune danach, weil es mir unnötig vorkam“, schüttelte Fabian Probst den Kopf, zog aber dennoch ein positives Fazit: „Unter den gegebenen Umständen ist es cool, dass wir uns überhaupt noch in den Tiebreak gekämpft und auch davor einige gute Sachen gesehen haben.“ Durch ein spielfreies Wochenende haben die Sindelfinger nun genug Zeit, um neue Energie zu tanken und wieder fit zu werden.