Nikolas Nartey (li.) und Ameen Al-Dakhil dürfen für den VfB nun auch auf der internationalen Bühne aufspielen. Foto: Baumann/Julia Rahn

Jeder Club in der Europa League konnte nach Abschluss der Ligaphase bis zu drei Spieler nachnominieren. Der VfB hat diese Regel bei zwei Akteuren genutzt.

Der VfB Stuttgart hat an seinem Kader für die Europa League Umbauarbeiten vorgenommen. Möglich machte dies der Artikel 32 „Nachmeldung“ der Spielordnung des europäischen Dachverbandes Uefa. So waren Nachmeldungen von bis zu drei Spielern bis zu diesem Donnerstag um 24 Uhr möglich. Der VfB hat dieses Recht bei zwei Akteuren genutzt.

Daher ist zunächst der Allrounder Nikolas Nartey künftig wieder für die Partien der Europa League spielberechtigt, wo der VfB jeweils donnerstags in den beiden Play-off-Spielen am 19. Febuar (21 Uhr) auswärts sowie am 26. Februar (18.45 Uhr) in der heimischen MHP-Arena auf Celtic Glasgow, den aktuellen Dritten der schottischen Premiership, trifft.

Nartey war in dieser Runde zwischenzeitlich bereits spielberechtigt. Und zwar in der Phase, als Ermedin Demirovic von Anfang Oktober an aufgrund seiner Fußverletzung länger ausfiel. Dieser Schritt wurde dann aber nach der Genesung des Bosniers wieder rückgängig gemacht, was die Spielordnung der Uefa erlaubt.

Nun ist auch Nartey wieder dabei. Ebenso wie erstmals auch der Innenverteidiger Ameen Al-Dakhil, der zunächst nicht für die so genannte, bis maximal 25 Profis starke A-Liste vorgesehen war. „Führen Nachmeldungen zur Überschreitung der Anzahl von 25 Spielern auf Liste A, sind zuvor registrierte Spieler vom Verein von der Liste zu streichen, um die Kadergröße von 25 Spielern wieder herzustellen“, heißt es allerdings im Reglement der Uefa.

Das bedeutet, dass zwei Spieler für Nartey und Al-Dakhil weichen mussten. Dies betrifft nun den Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou und den Außenstürmer Lazar Jovanovic, die beide seit längerem verletzt fehlen. Klar ist damit, dass dieses Duo in dieser Saison nicht mehr auf europäischer Bühne auflaufen kann.

Zudem betreffen die Rochaden noch die Größe des VfB-Kaders, was wiederum mit einer Feinheit der Spielordnung zu tun hat. „Bei der Nachmeldung von Spielern ist die Regel bezüglich ‚lokal ausgebildeter Spieler’ einzuhalten“, heißt es nämlich weiter in Artikel 32.

Grundsätzlich muss jeder Club in seinem maximal 25-köpfigen Kader acht dieser lokal ausgebildeten Spieler melden. Da mit dem bislang nominierten Thomas Kastanaras ein VfB-Eigengewächs aber in dieser Winter-Transferperiode zum FC Augsburg gewechselt ist, stellen die Stuttgarter nur noch sieben dieser „Local Player“. Was dazu führt, dass die A-Liste künftig nicht mehr 25, sondern nur noch 24 Spieler umfassen wird.

Um an Spieltagen aber wie zuvor auf die acht lokal ausgebildete Spieler zu kommen, wird der Kader dann über die so genannte B-Liste mit einem Eigengewächs aufgefüllt. Dies kann jeweils kurzfristig passieren. Akteure der B-Liste müssen bereits drei Jahre lang beim VfB spielen – und müssen aus dem Jahrgang 2004 oder jünger sein. Hier wird der Weg des Trainers Sebastian Hoeneß bei der Zusatznominierung also zum Drittligateam des VfB II führen, wo sich diverse Spieler finden, die noch nicht in der A-Liste stehen und die diese Anforderung erfüllen.