Das Team des VfB Stuttgart muss am Abend in der Partie bei den Go Ahead Eagles ohne organisierten Support der Fans auskommen. Die Szene reiste wieder nach Stuttgart.
Der VfB Stuttgart muss am Abend in Deventer ohne Unterstützung eines Großteils seiner Fans auskommen. Die organisierte Szene tritt die Heimreise an. Offenbar schlugen auch Vermittlungsversuche fehl.
Der kleine Auswärtsblock im Adlerhorst-Stadion von Deventer wird am Abend ziemlich leer sein. Die Mannschaft des VfB Stuttgart muss ohne die Unterstützung eines Großteils seiner angereisten Fans ankommen. Die organisierte Szene tritt geschlossen die Heimreise an, nachdem offenbar auch Vermittlungsversuche der VfB-Spitze die Situation nicht mehr retten konnten.
Was war passiert? Gegen 16.30 Uhr hielten nach stundenlanger Fahrt die ersten beiden Busse der organisierten Szene am Fan-Meetingpoint eingetroffen. Dort angekommen, wurden die rund 100 Bus-Insassen in einen schmalen schlauchartigen Raum geführt, der von Baugittern umzäunt nur wenig Platz bot. Es sollten Personenkontrollen für den Einlass durchgeführt werden. Nachdem erste Personen kontrolliert wurden, kam es zu einem Gerangel, die Personen drängten Ordner und Zäune zur Seite, verschafften sich so zu einem großen Teil unkontrolliert Einlass.
Diese Szene soll offenbar dem Bürgermeister der Stadt Deventer nach Informationen unserer Redaktion Anlass gegeben haben, für alle Insassen der Busse mit weiteren Gruppen der Stuttgarter Szene ein Betretungsverbot für das komplette Stadtgebiet auszusprechen. Die noch vor den Toren der Stadt wartenden Busse wurden wieder auf die Autobahn geleitet und per Polizeieskorte über die Grenze gebracht. Auf der Plattform X kursierende Videos zeigen zudem Schlagstockeinsätze von niederländischen Polizeikräften.
Als die Nachricht dieser Vorgänge am Meetingpoint die Runde machte, soll die noch dort anwesende VfB-Delegation aus Alexander Wehrle, Rouven Kasper und den beiden Präsidiumsmitgliedern Stefan Jung und Andreas Grupp noch zu vermitteln versucht haben, aber ohne Erfolg. Daraufhin entschlossen sich alle Fans der Szene für eine Rückreise. Ähnlich wie im vergangenen Jahr in Belgrad wird der VfB am Abend also ohne einen Teil seiner Anhänger auskommen müssen. Teile der Ultras gaben ihre Tickets an VfB-Fans weiter, die ohne Karten nach Deventer gereist waren.