Die Absatzkrise spiegelt sich im Vergütungsbericht von Mercedes-Benz wider. Und dies zeigt sich gut erkennbar auch am Verdienst von Konzernchef Ola Källenius.
Der Vergütungsbericht von Mercedes-Benz kann getrost als eigene Wirtschaftswissenschaft betrachtet werden. Der Verdienst des Vorstands unterliegt nämlich einem komplexen Berechnungssystem. Dazu zählen eine fixe und eine variable Honorierung der eigenen Leistung, mehr gewichtet wird allerdings, wie die Ergebnisse des Unternehmens ausgefallen sind.
Rückgang spiegelt sich im Verdienst wider
Das 2025 schwächer als in den Vorjahren ausgefallene operative Geschäft macht sich in der Vergütung bemerkbar. Das überrascht nicht, schließlich ist die Umsatzrendite bei Mercedes-Benz Cars schrittweise von 12,6 Prozent (2023) über 8,1 Prozent (2024) auf 5,0 Prozent im Jahr 2025 zurückgegangen. Und dies spiegelt sich gut erkennbar im Verdienst von Ola Källenius wider.
Hatte der Konzernchef für das Jahr 2024 noch die exorbitant wirkende Summe von 11,918 Millionen Euro erhalten, sind es 2025 jetzt 8,214 Millionen Euro. Was einem Rückgang von 31 Prozent entspricht. Zu der Summe von 8,214 Millionen Euro kommen bei Ola Källenius für 2025 noch einmal 568 000 Euro an Aufwandsleistungen hinzu, wozu beispielsweise die Altersversorgung gehört.
Das aktuelle Källenius-Honorar setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung, die auf 1,946 Millionen Euro reduziert worden ist. Im Jahr zuvor lag das Fixum noch bei 2,381 Millionen Euro. Die Summe der variablen Vergütung hat sich innerhalb eines Jahres deutlich von 9,357 Millionen auf nun 6,268 Millionen Euro verringert. Neben Umsatz-, Gewinn- und Absatzzielen werden bei den Boni auch Kriterien wie Nachhaltigkeit, Transformationstempo und Gleichstellung berücksichtigt.
Bei der variablen Vergütung spielen auch sogenannte „Phantom Shares“eine Rolle. Dabei handelt es sich um einen virtuellen Aktienbesitz von Führungskräften aus dem außertariflichen Mercedes-Management. Die „Phantom Shares“ orientieren sich am Kurs der Mercedes-Aktie.
2023 war das persönliche Rekordjahr
In seiner mittlerweile siebenjährigen Amtszeit als Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Group AG war 2023 für Ola Källenius persönlich das Rekordjahr. Damals erhielt er inklusive Versorgungsaufwand 12,744 Millionen. Zu dieser Zeit hatte sich der heute 56-Jährige dazu verpflichtet, immer jene Summe zu spenden, die über der Zehn-Millionen-Euro-Grenze liegt. Diese selbst auferlegte Regel greift bei einem Verdienst von 8,214 Millionen Euro für das Jahr 2025 nun allerdings nicht mehr.