Der Name des Schweizer Konzerns Glencore steht in großen Lettern auf einem Schild vor dem Firmensitz in Baar. Foto: Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

Der Termin für den Start stand schon fest. In Australien sollten in der Valeria-Mine über 35 Jahre lang jährlich 20 Millionen Tonnen Kohle gefördert werden. Nun gibt der Glencore seine Pläne auf.

Baar - Der Bergbau- und Rohstoffkonzern Glencore hat seine Pläne für eine riesige Kohlemine im australischen Bundesstaat Queensland aufgegeben. Der Abbau in der Valeria-Tagebaumine hätte 2024 beginnen sollen.

Glencore begründete den Schritt am Donnerstag mit globalen Unsicherheiten. Zudem stehe die Entscheidung im Einklang mit der Strategie, die vom Konzern verursachten Treibhausgasemissionen zu senken. Glencore will die Emissionen bis 2035 um die Hälfte reduzieren; bis 2050 hat sich das Unternehmen ein Netto-Null-Ziel gesetzt.

Der in der Schweiz ansässige Konzern hatte kürzlich erklärt, bis zum Jahr 2035 zwölf Kohleminen stillzulegen zu wollen. Glencore betreibt laut eigener Website 26 Kohleminen, die meisten davon in Australien. In der Valeria-Mine wären gemäß früheren Plänen jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Kohle gefördert worden. Und das rund 35 Jahre lang.