Koala-Jungtier Jimbelung ist gestorben. Foto: Wilhelma

Trauer in der Wilhelma: Ein im Sommer 2024 geborene Beuteltier ist gestorben. Mutter Auburn hat indes kürzlich ein neues Jungtier geboren.

Die Wilhelma hat eine traurige und eine freudige Nachricht aus der Terra Australis: In der neuen Australienwelt ist im zoologisch-botanischen Garten am 13. August das Koala-Jungtier Jimbelung im Alter von nur 14 Monaten gestorben. Zugleich hat dessen Mutter Auburn kürzlich erneut ein Jungtier geboren.

Ursache für den Tod war eine Atemwegserkrankung

Ursache für den Tod von dem Koala-Mädchen Jimbelung war den Angaben zufolge eine Atemwegserkrankung. Nachdem sich erste Behandlungserfolge einstellten und Besserung in Sicht war, hätten sich jedoch die Symptome bei dem Beuteltier wider Erwarten verschlimmert. Jimbelungs Halbbruder Borobi sei weiterhin kerngesund und wohlauf, heißt es in der Mitteilung.

Für weitere Informationen war die Pressestelle der Wilhelma zunächst nicht erreichbar. So blieb auch unklar, wie lange das verstorbene Jungtier schon die Atemwegserkrankung hatte.

Im Juni 2024 waren zwei Koalas in Stuttgart geboren worden

Seit der Eröffnung der Australienanlage „Terra Australis“ im Juli 2023 waren in der Wilhelma zunächst vier Koalas eingezogen. Die Freude im Stuttgarter Zoo war groß, als schon im Dezember 2024 zwei „Joeys“ aus den Beuteln ihrer Mütter schauten. Zur Welt gekommen waren sie schon im Juni 2024. Damals waren sie noch nackt, blind und gerade einmal so groß wie ein Gummibärchen. Beide Jungtiere wuchsen flott heran und avancierten schnell zu den Publikumslieblingen unter den Besuchern.

Wilhelma-Direktor bestürzt über den Tod

Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin zeigte sich bestürzt über Jimbelungs Tod: „Der Nachwuchs bei den Koalas war für uns ein sensationeller Zuchterfolg bei dieser bundesweit nur noch in drei anderen Zoos gehaltenen Art.“

Hinzu komme, dass die in der Dreamworld Wildlife Foundation in Australien zur Welt gekommenen Eltern beider Jungtiere nicht näher mit den in den europäischen Zoos lebenden Koalas verwandt seien. Sie und ihre Nachkommen seien darum genetisch extrem wertvoll für die Reservepopulation.

Freud und Leid: Auburn hat ein neues Jungtier geboren

„Fakt ist, dass Todesfälle bei Jungtieren in der Natur deutlich häufiger vorkommen als in Zoos“, so Kölpin. „Dennoch sind wir zutiefst traurig über den Verlust von Jimbelung.“ Und genau wie in der Natur liege jetzt Freud und Leid nahe beieinander: Jimbelungs Mutter Auburn habe wieder ein Jungtier zur Welt gebracht. Es sei aber erst wenige Wochen alt. „Wir hoffen, dass es sich gut entwickeln und im Laufe des Winters erstmals aus dem Beutel schauen wird“, so Kölpin.

In Duisburger Zoo starben 2024 drei der sensiblen Tiere

Die in Zoos äußerst selten gehaltenen Koalas wiegen nach den ersten Lebensmonaten nur wenige hundert Gramm. Die Aufzucht der Tiere ist sehr anspruchsvoll, die sich nur von frischen Eukalyptusblättern ernähren. Im Duisburger Zoo hatte sich im vergangenen Jahr ein Drama rund um Koalas abgespielt. In dem Zoo waren drei der sensiblen Tiere an den Folgen von Verdauungsproblemen mit starken Durchfällen gestorben, zwei weitere mussten eingeschläfert werden.