Alexander Nübel steht vor dem direkten Duell mit Manuel Neuer am Samstag – wird der VfB-Keeper irgendwann der Neuer-Nachfolger in München? Es gibt neue Entwicklungen.
Die Aussagen von Manuel Neuer zu seinem möglichen Nachfolger im Tor des FC Bayern waren zuletzt eindeutig. Der 39-Jährige positionierte sich klar und hielt ein Plädoyer für seinen aktuellen Stellvertreter Jonas Urbig (22). „Es macht sehr viel Spaß, in unserer Torwartgruppe zusammenzuarbeiten. Es ist für Jonas kein Problem, dass er meine Nachfolge antreten kann und wird“, sagte der mehrfache Welttorhüter: „Die Unterstützung hat er auf jeden Fall von Sven Ulreich und von mir. Wir sind ein gutes Team. Wir unterstützen uns tagtäglich, wir versuchen immer an unsere Grenze zu gehen, damit man die Latte auch ein bisschen höher hängt. Jonas hat in den Spielen schon gezeigt, dass er es kann, und das wird er noch weiter tun.“
Wie diese Aussagen bei Alexander Nübel ankamen, ist nicht überliefert. An diesem Samstag (15.30 Uhr) steigt das direkte Duell zwischen Nübel und Neuer in Stuttgart – Nübel ist ja vom FC Bayern an den VfB Stuttgart verliehen.
Auch Nübel gilt als einer der möglichen Neuer-Nachfolger in München – so bekräftigte das zumindest der Bayern-Sportdirektor Christoph Freund am Freitag, als er auf das Neuer-Loblied auf Urbig angesprochen wurde: „Alex ist ja unser Torwart und spielt eine gute Saison, er hat sich nachhaltig entwickelt die vergangenen ein, zwei Jahre und ist einer der besten Keeper der Bundesliga.“ Freund ergänzte, dass man froh sei, für die Zeit nach Manuel Neuer sehr gut aufgestellt zu sein und Torhüter in der Hinterhand zu haben, die auf einem sehr hohen Level spielten: „Und dann“, so sagte das Freund noch, „werden Entscheidungen getroffen.“
Kann der VfB Alexander Nübel halten?
Die wiederum könnten bald auch den VfB Stuttgart betreffen – wo sich die Frage aufdrängt, ob es eine Chance gibt, Nübel über die aktuelle Leihe bis Sommer 2026 in Stuttgart zu halten. Klar ist: Der VfB hat das Heft des Handelns nicht in der Hand. Der Torhüter, der seine dritte Spielzeit für die Stuttgarter bestreitet, steht noch bis 2029 beim deutschen Rekordmeister unter Vertrag. Und dort hängt auf der Torhüterposition alles an Neuer.
In München wird darüber verhandelt, ob der Keeper noch einmal seinen Vertrag verlängert. Sollte das passieren, könnte es beim FC Bayern zu einem Nübel-Verkauf kommen, heißt es. Für den VfB ist er aber wohl zu teuer. Nicht nur wegen der dann fälligen Ablösesumme (Marktwert zwölf Millionen Euro), sondern ebenso wegen des Gehalts. Der Torhüter soll fast elf Millionen Euro im Jahr verdienen, wovon die Bayern aktuell sieben bezahlen.
Außerdem hat der Pokalsieger bereits ein klares Alternativszenario vor Augen, um von der eigenen Ausbildung zu profitieren. Dennis Seimen werde „irgendwann beim VfB im Tor stehen“, sagte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth zuletzt. Der 19-Jährige überzeugt zurzeit nach einem starken Jahr in der dritten Liga beim VfB II nun in der zweiten Liga als Leihspieler beim SC Paderborn.