Bei der Kontrolle waren 74 Einsatzkräfte vor Ort (Symbolbild). Foto: KRZBB/Thomas Bischof

74 Einsatzkräfte waren mit zivilen Fahrzeugen unterwegs, um zu kontrollieren, ob Sicherheitsabstände und Geschwindigkeiten eingehalten werden. Dabei kam es zu mehr Anzeigen als im Oktober.

Sindelfingen - Die Verkehrspolizeiinspektion des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat am Mittwoch von 9 bis 15 Uhr einen weiteren „Trucker Safety Day“ auf der Tank- und Rastanlage Sindelfinger Wald an der A8 veranstaltet. Laut Polizeibericht die Verkehrspolizeiinspektion zusammen mit dem Polizeipräsidium Einsatz, der Bundespolizei, dem Hauptzollamt Stuttgart und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg vor Ort. Im Fokus der 74 Einsatzkräfte standen dabei vor allem Kleintransporter und Fahrzeuge des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs, die immer wieder in häufig schwere Unfälle verwickelt sind, weil sie mit zu hoher Geschwindigkeit fahren oder den Sicherheitsabstand nicht einhalten.

Achtmal so viele Fälle von nicht eingehaltenem Abstand

Unter Einsatz von Abstandsmesssystemen, mit DashCams ausgerüsteten Einsatzfahrzeugen und Geschwindigkeitsmessanlagen überprüften die Polizisten den fließenden Verkehr. Dabei waren sie mit Zivilfahrzeugen unterwegs, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums mitteilt. Im Vergleich zum Trucker-Distance-Day im Oktober des vergangen Jahres, bei dem „nur“ 23 Abstandssünder festgestellt worden waren, hielten am Mittwoch 183 Lkw-Fahrer den erforderlichen Abstand nicht ein. Im Kontrollzeitraum stellten die Einsatzkräfte 650 Geschwindigkeitsverstöße fest. In 375 Fällen handelte es sich dabei um Lkw-Fahrer und -Fahrerinnen.

Anzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss

Bei der Kontrolle überprüften die Einsatzkräfte laut Polizeibericht auch die Fahrtüchtigkeit und Berechtigung der Fahrer, den Zustand der Fahrzeuge, deren Ladung und die Ladungssicherung. Dabei stellten sie weitere 57 Verstöße fest, die von Überladung oder unzureichend gesicherter Ladung über Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten bis zu Verstößen gegen gefahrgutrechtliche Vorschriften reichten. In 12 Fällen musste die Polizei aufgrund von gravierenden Mängeln die Weiterfahrt untersagen. Sechs Fahrzeuglenker werden darüber hinaus wegen Fahrens unter Drogeneinfluss angezeigt.

Der Trucker-Safety-Day, der meist zweimal im Jahr durchgeführt wird, dient in erster Linie dazu, die Fahrerinnen und Fahrer mit ihrem Fehlverhalten zu konfrontieren und sie zu verantwortungsbewusstem Fahren anzuhalten.

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