Das Seeschloss Monrepos war einst Jagd- und Lustschloss der württembergischen Herzöge. Heute ist es zu einer Eventlocation geworden. Foto: /imagebroker

Schloss Monrepos, Haus der Freimaurer, Becksches Palais: Am Tag des offenen Denkmals öffnen im Kreis Ludwigsburg wieder viele historische Stätten, die ansonsten nicht zugänglich sind.

An diesem Sonntag öffnen deutschlandweit wieder zahlreiche Denkmäler für Geschichtsinteressierte ihre Türen. Jedes Jahr findet am zweiten Sonntag im September der Tag des offenen Denkmals statt, der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert wird. Ziel des Aktionstages ist es, eine größere Aufmerksamkeit auf den Denkmalschutz zu lenken.

Auch im Kreis Ludwigsburg gibt es wieder einiges zu sehen, was sonst nur teilweise oder gar nicht öffentlich zugänglich ist. Insgesamt 52 Denkmäler sind laut dem offiziellen Programm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im ganzen Landkreis geöffnet, wobei auch noch viele weitere Akteure wie Vereine Programm anbieten.

Durch den unterirdischen Gang, der einst das Bierlager mit der Brauerei verband, werden Führungen angeboten. Foto: Stadt Freiberg am Neckar

Tag des offenen Denkmals: Eröffnung im Jommelli-Haus in Ludwigsburg

In Ludwigsburg findet die offizielle Eröffnung zum Tag des offenen Denkmals um 11 Uhr im Jommelli-Haus statt. Dort wohnte von 1763 bis 1769 Herzog Carl Eugens Hofkomponist Niccolo Jommelli. Heutzutage beherbergt das Haus die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Bei der Eröffnung wird die Erste Bürgermeisterin Renate Schmetz sprechen. Anschließend können die ehemaligen Wohnräume des italienischen Opernkomponisten auf eigene Faust erkundet werden.

Neben dem Jommelli-Haus gibt es noch 16 weitere Attraktionen, die in Ludwigsburg geöffnet sind. Ein Highlight darunter sind die Führungen durch das Seeschloss Monrepos. Das ehemalige Jagd- und Lustschloss der württembergischen Herzöge befindet sich noch in Privatbesitz und ist für die Öffentlichkeit regulär nicht zugänglich. Am Sonntag gibt es ab 10.30 Uhr jede halbe Stunde die Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen. Reservierungen sind möglich, es gibt aber auch vor Ort Tickets.

Das Becksche Palais kann dagegen nur nach Voranmeldung besichtigt werden. Das Haus diente einst als herzogliche Bibliothek und Kunstakademie und ist heute Seniorenbegegnungsstätte und Bürogebäude. Interessant ist auch das Haus der Freimaurer in der Asperger Straße: Während der Führungen, die ab 10 Uhr zu jeder vollen Stunde stattfinden, erfahren die Besucher mehr über die Geschichte der Freimaurer in Ludwigsburg sowie zur Baugeschichte des Hauses. Daneben sind die zahlreichen Torhäuser der ehemaligen Stadtbefestigung sowie einige Kirchen geöffnet.

Tag des offenen Denkmals: Veranstaltungen auch in anderen Orten des Landkreises

In Remseck am Neckar sind die drei städtischen Museen „Historische Schmiede“, „Altes Waschhaus“ und „Historische Ölmühle“ von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Dazu findet im Stadtteil Hochberg ein „Rundgang auf jüdischen Spuren“ statt: Bei der Führung, die am Jüdischen Friedhof in der Neckarremser Straße beginnt und bis zur ehemaligen Synagoge führt, erfahren die Zuhörer mehr über die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Hochberg.

In Freiberg am Neckar kann das „Schlössle“ von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Neben verschiedenen Ausstellungen werden Führungen durch den unterirdischen Gang angeboten, der unterhalb der früheren Gastwirtschaft einst den Bierlager- und Eiskeller mit der Brauerei verband.

Der Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche lockt mit mehreren Führungen durch die Kirche in Marbach am Neckar: Ab 14 Uhr gibt es halbstündliche Führungen zum Äußeren und Inneren der Kirche, eine Dachboden- sowie eine Orgelführung. Wie alle anderen Aktionen an diesem Tag sind auch diese Führungen kostenlos.

Tag des offenen Denkmals

Programm
Das vollständige Programm für den Tag des offenen Denkmals ist auf der Website der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu finden.

Geschichte
Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert.