Wie schon im Vorjahr heißt der Sieger Sindelfingen: Mit 48 802 Kilometern den Konkurrenten aus Böblingen wieder deutlich hinter sich gelassen Foto: Eventservice Stahl

Mehr als 93 000 Kilometer sind bei der zweiten Auflage der Stadtwerke Outdoor-Challenge insgesamt zusammengekommen. Der Sieger heißt wie schon im Vorjahr Sindelfingen.

Böblingen/Sindelfingen - Als es sich spätestens am Morgen des Ostermontags abgezeichnet hatte, dass die Sindelfinger auch die zweite Auflage der Stadtwerke Outdoor-Challenge gewinnen würden, da wusste Manuel Böhler, dass seiner Stadt nur noch eins zum Sieg verhelfen kann: „Ich fahre dann mal mit dem Fahrrad nach Hamburg und zurück“, kommentierte er auf der Facebook-Seite von Eventservice Stahl unter dem jüngsten Zwischenergebnis. Mit 44 414 zu 40 146 lagen die Sindelfinger vor den letzten Stunden der Challenge in Führung. Doch auch Hamburg hätte da bei einer Entfernung von etwa 675 Kilometern nicht gereicht. Da hätte er schon eher nach Moskau (etwa 2400 Kilometer) und zurück fahren müssen.

Insgesamt 1334 Teilnehmer

Es war also schon vor Ostern abzusehen, dass die Sindelfinger erneut einen Start-Ziel-Sieg einfahren werden. Daran hat auch das schöne Wetter bis zum Sonntagabend nichts mehr geändert. Die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Revanche bei der Outdoor-Challenge müssen die Böblinger damit wohl oder übel aufs nächste Jahr verschieben. Endstand der erneut vom Eventservice initiierten zweiten Auflage zwischen den beiden Städten, bei der es darum ging, möglichst viele Kilometer für einen guten Zwecke zu sammeln: 48 802 zu 44 398 für den nördlichen Nachbarn. „Mit so vielen Leuten, die seit dem 27. März mitmachten, haben wir nicht gerechnet“, zeigte sich Axel Stahl überrascht. Insgesamt waren es 1334, die per pedes oder auf dem Rad etwas fürs eigene Wohlbefinden machten. „Mehr als im Vorjahr, dafür unterm Strich ein paar Kilometer weniger.“ Was den Ausdauerexperten und früheren Triathleten aber auch nicht verwunderte: „Das Wetter vor allem am Ostermontag, der plötzliche Wintereinbruch, hat nicht unbedingt zum Radfahren eingeladen.“ Aber darum ging es letztlich auch nicht. „Hauptsache, wir konnten die Menschen dazu animieren, sich in diesen schwierigen Corona-Zeiten zu bewegen.“

Schoko-Ostereier wieder verbrannt

Und das haben sie. Auch auf der „Schlussetappe“ haben sich die Teilnehmer noch einmal richtig ins Zeug gelegt. Axel Finkelnburg radelte für Sindelfingen sogar bis nach Karlsruhe, steuerte so noch einmal 77 Kilometer bei. Den Rückweg legte er dann jedoch im Auto zurück. Schließlich waren die Kilometer für den Sieg auch nicht mehr nötig. „Sindelfingen gewinnt standesgemäß ja sowieso erdrutschartig“, kommentierte er dazu.

Daran konnten auch die 22 Kilometer von Martina Pachala nichts mehr ändern. Sie absolvierte ihren traditionellen Oster-Halbmarathon und steuerte damit noch einmal 22 Kilometer für die Böblinger bei. Auch Triathlet Thomas Berger nutzte das schöne Wetter am Wochenende, um bei der Challenge wieder ein paar Schoko-Ostereier zu verbrennen, absolvierte zunächst eine Runde auf dem Rad und hängte noch eine Laufeinheit hinten dran. Damit sollte auch klar sein, dass die Sindelfinger ihren Sieg zu großen Teilen auch der Triathlon-Abteilung ihres VfL zu verdanken haben, die meistens gleich doppelt Kilometer pro Tag sammelten.

Und das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen, denn mit den über 93 000 Kilometern kam exakt ein Spendenbetrag von 9319 Euro zusammen, aufgeteilt unter den Stadtwerken von Böblingen und Sindelfingen (zusammen 6819), der Kreissparkasse (1500) und dem Böblinger Bauunternehmer Ralf Sklarskis (1000). Zugute kommt das Geld den Bürgerstiftungen beider Städte, wobei sich die Sindelfinger mit 4880 über ein paar Euro mehr freuen dürfen als Böblingen (4439). „Herzlichen Dank für jeden bewegten Kilometer“, hieß es dazu aus der Sindelfinger Bürgerstiftung.

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