Das Böblinger Fernwärmenetz wächst stetig weiter. Zuletzt wurde der Anschluss im Bereich Siebeneck und in der Stettiner Straße gefeiert.
Die Stadtwerke Böblingen haben ihr Fernwärmenetz erweitert. Insgesamt werden nun weitere 26 Mehrfamilienhäuser im Bereich Siebeneck und in der Stettiner Straße mit Fernwärme versorgt. Die Bauprojekte waren 2024 und 2025 gestartet und konnten vor Kurzem erfolgreich beendet werden. Oberbürgermeister Stefan Belz und Stadtwerke-Geschäftsführerin Sabine Kaebert nahmen die Anschlüsse offiziell in Betrieb – im Beisein von Vertretern der beteiligten Hausverwaltungen und Wohnungseigentümergemeinschaften.
Ab sofort erhalten rund 370 Haushalte über sechs Hausanschlussleitungen und knapp 700 Meter neu verlegte Trassen die neue Heizmöglichkeit. In Summe entsprechen die Neuanschlüsse einer zusätzlichen Anschlussleistung von 2210 kW und einem jährlichen Wärmeabsatz von rund 3742 MWh. „Die Klimabilanz ist besonders positiv“, schreiben die Stadtwerke in einer Pressemitteilung. „Jährlich werden rechnerisch rund 690 Tonnen klimaschädliche Treibhausgasemissionen eingespart.“
„Mit den neuen Anschlüssen machen wir unsere klimafreundliche Wärme für noch mehr Menschen und Einrichtungen nutzbar“, sagte Sabine Kaebert, Technische Geschäftsführerin der Stadtwerke. „Besonders wichtig ist: Die Nutzung der Fernwärme stärkt die regionale Wertschöpfung und ist durch den hohen Anteil an lokaler Abwärme besonders nachhaltig.“ Damit würde man einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Wärmewende in Böblingen und zur Umsetzung der Kommunalen Wärmeplanung gehen.
„Durch die Vielzahl der Häuser, die sich dem Angebot für eine Fernwärmeversorgung angeschlossen haben, konnten wir eine sehr effektive Klimaschutzmaßnahme umsetzen“, ergänzte die Kaufmännische Geschäftsführerin Christine Tomschi. „Gemeinsam mit lokalen Unternehmen schaffen wir eine nachhaltige Infrastruktur.“
Laut Oberbürgermeister Stefan Belz sei die Fernwärme ein wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Wärmeversorgung in Böblingen. „Ein großes Plus: Die Wärme stammt hauptsächlich direkt aus dem Restmüllheizkraftwerk hier vor Ort“, sagte er.
Das Fernwärmenetz Böblingen mit seiner Länge von rund 60 Kilometern und einer Vielzahl an Anschlüssen für Privathaushalte, Gewerbe und Industrie gilt als zentraler Dreh- und Angelpunkt im Prozess der Wärmetransformation der Stadt. Bereits ein Drittel aller Böblinger Bürgerinnen und Bürger ist aktuell angeschlossen. Primärer Wärmelieferant ist mit einem Anteil von rund 70 Prozent das Restmüllheizkraftwerk.
Weitere Informationen zur Fernwärme in Böblingen finden sich unter www.stadtwerke-boeblingen.de/energie-wasser/waerme .