Glasfaser für Rohrau: Lokalpolitiker und Unternehmer beim Spatenstich. Foto: Deutsche Glasfaser

Die Firma Deutsche Glasfaser hat die Tiefbauarbeiten für das Glasfasernetz in Rohrau in der Gemeinde Gärtringen gestartet. Derzeit starten auch die ersten Hausbegehungen mit dem beauftragten Baupartner, um die Verlegung der Glasfaserleitungen auf den Grundstücken zu planen.

„Schnelles Internet ist heute so wichtig wie ein Stromanschluss. Ich freue mich deshalb, dass die Deutsche Glasfaser im ersten Schritt Rohrau und im nächsten Schritt ganz Gärtringen mit modernen Glasfaseranschlüssen versorgt“, sagte Gärtringens Bürgermeister Thomas Riesch am Rande des Spatenstichs in Rohrau. Der flächendeckende Glasfaserausbau sei ein Quantensprung für die Gemeinde und ermögliche es „auch in Zukunft ein hochattraktiver Wohnort und Gewerbestandort zu bleiben.“

Konkurrenz belebt das Geschäft

Ziel des Landkreises muss es laut Landrat Roland Bernhard sein, den Ausbau möglichst gerecht und flächendeckend, schnell und ressourceneffizient zu erreichen. „Insofern begrüßen wir auch die neue Dynamik, die durch die Konkurrenzsituation bei uns im Landkreis entstanden ist“, so der Landrat in einer Pressemitteilung weiter.

Regionale Ziele können im Zeitplan bleiben

Hans-Jürgen Bahde, Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH (GRS), sieht das ähnlich: Der Wettbewerb trage dazu bei, „dass wir bei den regionalen Zielen – flächendeckende Glasfaserversorgung bis 2030, Schulen und Gewerbegebiete bis 2025 – im Zeitplan bleiben“, sagt er.

Laut Marius Dallmann, Geschäftsleiter Expansion Deutsche Glasfaser, hat sich das Unternehmen für die Region Stuttgart das Ziel gesetzt, mehr als 200 000 Haushalte ans Glasfasernetz anzuschließen. Um den Aufwand bei den Tiefbauarbeiten so gering wie möglich zu halten und Glasfaser schnell zu verlegen, nutze das Unternehmen „moderne und effiziente Verfahren“. Zum Beispiel bringe man die Leerrohre zum Verlegen der Glasfaser mittels „minimalinvasiver Fräsen“ in die Straßen ein und verschließe im Anschluss die Gehwege und Straßen provisorisch mit Pflastersteinen oder Kies. Zum Ende der Bauarbeiten würden die Gehwege und Straßen dann endgültig wiederhergestellt und von der öffentlichen Hand abgenommen.

Hauptverteiler oberirdisch sichtbar

Ende September sollen mit Hauptverteilern erste oberirdisch sichtbare Zeichen des Glasfaserausbaus in Rohrau gesetzt werden. In dieser Technikzentrale sollen dann alle Glasfaseranschlüsse des Ortes zusammenlaufen. Vor Beginn der Bauarbeiten werden die Anwohnerinnen und Anwohner der jeweiligen Straße so früh wie möglich über die Arbeiten informiert. Entsprechende Mitteilung werden per Posteinwurf versandt. Auch während der Bauphase seien noch Vertragsabschlüsse möglich, teilt das Unternehmen mit.