Ein gefährlicher Blick im Logo der Memphis Grizzlies – kein Wunder heißt der Bär im Lateinischen Ursus arctos horribilis. Foto: imago

152:79 besiegten die Grizzlies aus Memphis/Tennessee ihren Gegner Oklahoma City Thunder und löschten einen 30 Jahre alten NBA-Rekord aus. Das Team aus Oklahoma wäre besser nach Lynchburg/Tennessee gereist.

Stuttgart - Schon der lateinische Name lässt Schlimmes erahnen. Ursus arctos horribilis. Der schreckliche Bär aus dem Norden. Gemeint ist der Grizzly, der in Nordamerika lebt und dort an der Spitze der Nahrungskette thront. Nun ist Memphis in Tennessee eher als Metropole bekannt, in der Musiker wie Elvis Presley, Johnny Cash, B. B. King, ZZ Top und Justin Timberlake lebten und wirkten oder als geschichtsträchtige Stadt, in der das Attentat auf Martin Luther King verübt wurde – für Grizzlys war Memphis bisher nicht unbedingt berühmt. Das dürfte sich geändert haben, garantiert für Basketballfans und vor allem die Anhänger von Oklahoma City Thunder.

Die wissen nun, dass auch Grizzlys aus Memphis ungeheuer schrecklich sein können – denn sie haben die Truppe aus Oklahoma regelrecht zerlegt. Und zwar mit 152:79, was einen Rekord in der Profiliga NBA darstellt. 73 Punkte Differenz, das gab es noch nie. Die Grizzlies verschlangen sozusagen dabei den 30 Jahre alten Bestwert von 68 Punkten Vorsprung, der von den Cleveland Cavaliers stammte, die am 17. Dezember 1991 die Miami Heat 148:80 vertrimmt hatten. Grizzly Jaren Jackson allein hatte einen sagenhaften Hunger auf Punkte und holte sich gleich 27. Für Oklahoma City Thunder war’s die achte Pleite in Folge, vielleicht wäre das Team in Tennessee lieber nach Lynchburg gereist, um dort Jack Daniel und dessen Whiskey-Destille zu besuchen. Ein zu intensives Treffen kann jedoch weitaus schrecklichere Folgen nach sich ziehen als ein Basketballmatch gegen die Grizzlies.

  
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