Start der Trägerrakete "SLS" bei der Mondmission "Artemis 1" Mitte November 2022. Foto: John Raoux/AP/dpa

Die «Artemis»-Mission der Nasa soll bald wieder Menschen auf den Mond bringen. Lange scheint das Projekt vor allem krisengeplagt - aber dann endet ein unbemannter Testflug mit einer Bilderbuch-Landung.

Washington - Nach dem erfolgreichen Test der Mondmission "Artemis 1" peilt die US-Raumfahrtbehörde Nasa weiter einen bemannten Start der "Artemis 2"-Mission für November 2024 an.

"Wir lernen so viel wir können von "Artemis 1", um sicherzustellen, dass wir jeden Aspekt unserer Systeme verstehen und nutzen diese Erkenntnisse für die Planung und Durchführung der bemannten Missionen", sagte Nasa-Manager Jim Free am Dienstag bei einer Pressekonferenz. "Unsere Crew sicher zu fliegen ist die höchste Priorität für "Artemis 2"." Rund ein Jahr nach "Artemis 2" soll mit "Artemis 3" ein weiterer bemannter Flug inklusive Mondlandung folgen.

"Artemis 1" war im Dezember nach knapp 26 Tagen im All im Pazifik gelandet. Die unbemannte Kapsel "Orion" reiste rund 1,4 Millionen Meilen durch den Weltraum, flog um den Mond und sammelte wichtige Daten. Die Europäische Raumfahrtagentur Esa und Raumfahrtagenturen mehrerer anderer Länder sind an "Artemis" beteiligt.

Die unbemannte Testmission galt als wichtiger Schritt für die Rückkehr von Menschen auf den Mond, mit dem Fernziel einer Reise zum Mars. Mit dem nach der griechischen Göttin des Mondes benannten "Artemis"-Programm sollen erstmals eine Frau und eine nicht-weiße Person auf dem Mond landen.