Die Feuerwehr Leonberg (hier bei einem Einsatz im Mai) darf sich auf eine üppige Erbschaft freuen – ein Haus nebst Vermögen. Foto: KS-Images.de / Andreas Rometsch

Ein Haus irgendwo in Höfingen sowie Vermögen soll der Leonberger Feuerwehr zugutekommen. Doch die Stadtverwaltung gibt sich bis jetzt wortkarg zu der unerwarteten Erbschaft.

Der CDU-Stadtrat Dirk Jeutter hat das Thema seit Monaten immer wieder aufgebracht: Zum wiederholten Mal ging es jetzt in einer seiner Anfragen an die Stadtverwaltung um ein bestimmtes Haus in Höfingen. Erneut fiel die Antwort nicht eben ausführlich aus – und auch eine Anfrage unserer Zeitung an die Stadtverwaltung liefert nur teilweise habhafte Erkenntnisse.

Konkret geht es laut Auskunft der Stadt-Pressesprecherin Leila Fendrich um ein „Haus inklusive Vermögen“, das nach dem Tod der Besitzer der Stadt vermacht wurde – genauer gesagt: der Feuerwehr. Wer die Brandschützer im Testament bedacht hat, darüber schweigt die Kommune. Ebenso hält sie sich bedeckt darüber, um welches Gebäude in dem Leonberger Teilort es sich handelt. Leila Fendrich verrät lediglich: „Im Erdgeschoss befinden sich Garage und Lagerräume, im Obergeschoss ist Wohnraum.“

Das geheimnisvolle Erbe soll der Feuerwehr Leonberg zugutekommen

Allerdings fiel in jener Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses, in der Jeutter erneut zum Haus anfragte, auch das Stichwort „Gold“, was einige aufhorchen ließ – und von Oberbürgermeister Martin Georg Cohn mit dem Kommentar „Das erzielt ja gerade Rekordpreise“ bedacht wurde.

Hat die Stadt mit der Erbschaft vielleicht das große Los gezogen, und ist zumindest die Feuerwehr sämtliche finanziellen Sorgen los? So weit würde wohl keiner der Verantwortlichen gehen. „Alle Erbdetails, also welche Vermögensgegenstände geerbt wurden, sind in einem Nachlassverzeichnis aufgeführt“, sagt Fendrich. Dieses werde veröffentlicht, wenn die Erbschaft abgewickelt worden sei. „Da die Erbschaft noch nicht final abgewickelt ist, können wir hierzu keine weiteren Informationen geben.“

Wie das Haus genutzt werden soll, ist noch unklar

Auch mit Aussagen darüber, was mit dem Gebäude geschehen soll, hält sich die Stadtverwaltung zurück. „Die künftige Nutzung ist noch nicht beschlossen“, erläutert Fendrich. Zunächst müsse der Zustand des Hauses ermittelt werden.

Man darf gespannt sein, ob die Angelegenheit in naher Zukunft auf der offiziellen Tagesordnung des Gemeinderats landen wird. Bislang existiert noch keine öffentliche Drucksache zum Thema.