Die Polizei ist durch Einsätze bei „Querdenker“-Demos und „Spaziergängen“ von Gegnern der Corona-Maßnahmen stark gefordert. (Archivbild) Foto: dpa/Philipp von Ditfurth

Demonstrationen gegen die Corona-Politik führen die Polizei in Baden-Württemberg laut der Deutschen Polizeigewerkschaft ans Limit. Landeschef Ralf Kusterer spricht von einer angespannte Lage.

Stuttgart - Die zahlreichen Einsätze bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik haben die Polizei in Baden-Württemberg aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft ans Limit geführt. „Wir haben eine angespannte Lage“, sagte Landeschef Ralf Kusterer der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Infolge von „Querdenker“-Demos und „Spaziergängen“ von Gegnern der Corona-Maßnahmen sammelten sich Überstunden an. Diese könnten nicht immer ausgeglichen werden; Ruhezeiten würden manches Mal nicht eingehalten.

Neben der Bereitschaftspolizei sind laut Kusterer auch sogenannte Alarmhundertschaften mit Kollegen aus den Revieren und anderen Bereichen im Einsatz bei Versammlungen.

Am vergangenen Wochenende etwa begleitete die Polizei landesweit 33 Zusammenkünfte mit rund 13 500 Teilnehmern. Dabei waren laut Innenministerium 1300 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz. Das Ressort von Minister Thomas Strobl (CDU) hat noch keine konkreten Zahlen für Mehrarbeit im Jahr 2021 vorliegen.