Das neue Geländer am Olgaeck ist seit Mittwoch fertig. Foto: STZN/ceb/ Foto:  

Am Olgaeck gilt nun Tempo 30 – eine Reaktion auf den schweren Unfall im Mai. Auch das beschädigte Geländer an der Haltestelle wurde inzwischen durch ein neues ersetzt.

Seit Donnerstag gilt am Olgaeck auf der Charlottenstraße und der Olgastraße Tempo 30. Das ist für die motorisierten Verkehrsteilnehmenden neu – und eine Konsequenz aus dem tödlichen Unfall an der Haltestelle Olgaeck Anfang Mai dieses Jahres. Bereits am Mittwoch hatten alle, die dort zu Fuß unterwegs sind, eine Neuerung bemerkt: An der Treppe zum Hochbahnsteig ist das provisorische Holzgeländer verschwunden. Nun ist wieder eines aus Metall, wie das ursprüngliche vor dem Unfall, dort angebracht.

Rosen und eine Kachel mit einem Herz erinnern am Unfallort an die getötete Frau. Foto: STZN/ceb

„Es wurde in den drei Nächten von Sonntag auf Montag, Montag auf Dienstag und Dienstag auf Mittwoch aufgebaut“, sagt die Pressesprecherin Birte Schaper von den SSB. Die nächtliche Arbeitszeit habe man gewählt, um für alle Beteiligten so wenig Einschränkungen wie möglich zu verursachen. Seit dem Unfall Anfang Mai sind mehr als vier Monate bis zur endgültigen Reparatur ins Land gegangen. „Wir haben solche Teile nicht vorrätig. Es ist ja nicht alltäglich, dass so ein Geländer kaputt geht“, sagt dazu die SSB-Sprecherin.

Nach dem Unfall war ein Provisorium aus Holz angebracht worden

Deswegen habe das Geländer neu hergestellt werden müssen. Und dann mussten auch noch die Leute, die den Einbau bewerkstelligten, Zeit haben für die Baustelle am Olgaeck. Schaper betont, dass die Haltestelle in den Monaten zwischen dem Unfall und der Reparatur in den zurückliegenden Nächten deswegen aber nicht weniger abgesichert gewesen sei. „Das Provisorium aus Holz war sehr stabil“, sagt sie.

Ein Fahrer war am 2. Mai abends am Olgaeck von der Fahrbahn abgekommen und auf die Aufstellfläche des Fußgängerüberwegs an der Haltestelle Olgaeck gefahren. Mit seiner Mercedes G-Klasse überrollte er mehrere Personen, die dort standen. Acht Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Eine 46 Jahre alte Frau überlebte den Unfall nicht.

Der Wagen fuhr auch noch ein paar Stufen der Treppe zum Bahnsteig hinauf. Diese waren ebenfalls beschädigt worden. „Das haben wir aber gleich beim Anbringen des provisorischen Geländers damals repariert“, sagt Birte Schaper.