Nico Reith ist Oberbürgermeister in Herrenberg, Niko Reith sitzt für die FDP im Landtag. Bei einem Zusammentreffen der Namensvetter ging es um witzige Verwechslungen.
Nein, ähnlich sehen sich die beiden nicht gerade. Aber dafür haben sie fast genau denselben Namen – bis auf einen kleinen Buchstaben. Die Rede ist von Nico Reith und Niko Reith. Der mit dem kleinen „c“ im Namen ist Oberbürgermeister in Herrenberg, der mit dem „k“ ist FDP-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen.
Lange hatten die Quasi-Namensvetter nichts voneinander gewusst. Bis dann im Dezember 2023 Nico Reith in der Gäustadt Herrenberg zum Rathauschef gewählt wurde. Der parteilose Neu-OB erhielt damals zahlreiche Glückwunschmails. Es wären wohl noch ein paar mehr gewesen, wenn nicht einige davon im Postfach des FDP-Mannes in Donaueschingen gelandet wären.
Das fand der Herr Abgeordnete dann doch etwas verwunderlich. Für Niko Reiths Büroleiter Dirk Hetze wurde damit jedoch einiges klar: „Da gab’s einige Jahre zuvor schon mal eine Einladung zur Beiratssitzung einer Stiftung. Damals habe ich mich gewundert, seit wann er denn in dieser Stiftung sitzt“, erzählt der Sprecher des Landespolitikers. Auch hier war schon der andere Reith gemeint, der zu diesem Zeitpunkt bereits in der Herrenberger Verwaltung tätig war.
Vor einer Woche war es dann an der Zeit, dass die Herren Reith sich einmal persönlich begegnen. Auf dem Rückweg von einer Plenarsitzung im Stuttgarter Landtag besuchte der 56-jährige Reith vom Süd-Schwarzwaldrand den 34-jährigen Reith vom Gäu an dessen Arbeitsplatz im Herrenberger Rathaus. „Die Chemie hat sofort gestimmt“, sagt Dirk Hetze und auch Stadtpressesprecherin Tilla Steinbach berichtet von einem „sympathischen Zusammentreffen“ bei dieser doppelten Reith-Stunde. Wie sich bei der Begegnung herausstellte, haben beide in amtlichen Dokumenten auch in vollständig ausgeschriebener Form denselben Vornamen stehen: Nicolai beziehungsweise Nikolai.
Gleicher Name, gleicher Humor, unterschiedliche Jobs
„Schön, dass der Name Reith in der baden-württembergischen Politik so präsent und erfolgreich ist“, meinte der MdL und tauschte bei der Gelegenheit noch Visitenkarten mit seinem Namensvetter aus. „Gleicher Name, gleicher Humor, aber unterschiedliche Jobs“, lautete das Fazit der beiden nach dem ersten persönlichen Kontakt.
Wer weiß, wie das beim nächsten Zusammentreffen aussieht? Schließlich ist der eine Nico um einiges jünger als der andere – da erscheint eine mögliche spätere Karriere als Landespolitiker nicht so abwegig. Manchmal braucht es dafür nur die richtige Verbindung – „the Reith connection“ sozusagen.