Eckhart Nickel lässt das Biedermeier in neuem Licht erscheinen. Foto: Jana Mai/F.A.Z.-Foto

Eckhart Nickels Roman „Spitzweg“ ist ein listig verschachteltes Satyrspiel auf die ästhetischen Konzepte der popliterarischen Schnöseldécadence vergangener Tage.

Zeitgenössische Romane handeln in der Regel von sozialen Problemen, Abstiegsängsten, Identitätskonflikten und wenn es in einer immer weiter zersplitternden Wirklichkeit eine gemeinsame Perspektive gibt, dann ist es die auf eine sich verdüsternde Zukunft. Von was sie aber eher nicht handeln, sind Bilder eines Biedermeiermalers, es sei denn, sie hängen an den Wänden von Berliner Altbauwohnungen als Kontrast zu den sich vor ihnen abspielenden Verfallsgeschichten neubürgerlicher Lebenskonzepte. Insofern ist Eckhart Nickels für den Deutschen Buchpreis nominierter Roman „Spitzweg“ ein kühner Solitär. Denn hier sind Werke, die behagliche Titel tragen wie „gähnender Wachposten“, ein zentrales Handlungselement.

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