In der Pandemie verbrachten Menschen mehr Zeit mit Videospielen. (Archivbild) Foto: dpa/Eduardo Parra

Trotz der Coronavirus-Pandemie liegt ein starkes Jahr hinter dem Spiele-Hersteller Nintendo. Verantwortlich dafür ist vor allem die Konsole Switch – aber auch das Konsumverhalten der Menschen.

Tokio - Der Erfolg der Spielekonsole Switch in der Corona-Pandemie hat Nintendo ein starkes Jahr beschert. Die Verkäufe der Switch stiegen im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr um 37 Prozent auf fast 29 Millionen Geräte, wie der japanische Spiele-Spezialist am Donnerstag mitteilte.

Damit hat Nintendo inzwischen rund 84,5 Millionen Switch-Konsolen im Markt - was auch eine gute Basis für den Verkauf von mehr Spielen ist. Das populärste Spiel im vergangenen Jahr war die Insel-Simulation „Animal Crossing: New Horizons“, die fast 21 Millionen Mal erworben wurde.

Menschen zocken mehr in der Pandemie

In der Corona-Krise verbrachten Menschen mehr Zeit mit Videospielen, was bei allen Anbietern das Geschäft beflügelte. Nintendo steigerte den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um gut ein Drittel auf 1,76 Billionen Yen (rund 13,4 Mrd Euro). Der Gewinn sprang um 85 Prozent auf 480 Milliarden Yen (3,6 Mrd Euro).

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Zugleich rechnet Nintendo nicht damit, im angebrochenen Geschäftsjahr wieder an diese Zahlen heranzukommen. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen einen Rückgang von neun Prozent auf 1,6 Billionen Yen und beim Gewinn ein Minus von 29 Prozent auf 340 Milliarden Yen. Zugleich baut Nintendo darauf, dass die Nachfrage nach der Switch hoch bleibt und plant mit 25,5 Millionen verkauften Geräten. Der Spiele-Absatz dürfte aber der Prognose zufolge - trotz wachsender Geräte-Basis - um fast 18 Prozent sinken.

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