Angelo Stiller hat es getroffen, Maximilian Mittelstädt nun schon zum zweiten Mal: Der VfB-Linksverteidiger ist nicht für die DFB-Elf nominiert. Das sagt er dazu.
Das Hauptthema war ja Angelo Stiller und dessen überraschende Nicht-Nominierung für die letzten beiden Länderspiele des Jahres der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Untergegangen aber ist rund um das Europa-League-Spiel des VfB Stuttgart gegen Feyenoord Rotterdam (2:0) auch die Causa Maximilian Mittelstädt nicht. Denn die ist aus Sicht der Weiß-Roten nicht weniger brisant – und ähnlich gelagert.
So hat der Linksverteidiger mit Blick auf die vergangenen Wochen im Gegensatz zu Stiller schon seine bittere Erfahrung gemacht mit einer überraschenden Nicht-Berücksichtigung durch den Bundestrainer Julian Nagelsmann. Mittelstädt war schon beim vergangenen Länderspielblock im Oktober nicht dabei – und ist es jetzt wieder nicht. Im Gegensatz zum Teamkollegen Stiller („Kein Kommentar“) äußerte sich der Abwehrmann nun nach der Partie gegen Rotterdam zu den Gegebenheiten.
Nicht nominiert: Mittelstädt spricht mit Nagelsmann
„Ich habe mit Julian gesprochen, wir haben ein gutes Gespräch gehabt und sind in einem guten Austausch“, sagte Mittelstädt: „Ich weiß, dass die Tür nicht zu ist – für mich ist es wichtig im nächsten Jahr, wenn es in Richtung WM geht, in Topform zu sein und alles dafür zu geben, um dabei zu sein.“ Er wisse, so Mittelstädt weiter, was Nagelsmann von ihm sehen wolle: „Es liegt an mir, Gas zu geben, in Topform zu kommen und wieder eine Option zu sein.“
Tatsächlich war Mittelstädt beim VfB in den vergangenen Wochen keinesfalls in eine Art Leistungsloch gefallen. Allerdings sah er zuletzt beim 1:3 in der Bundesliga bei RB Leipzig bei einigen Angriffen über seine Seite nicht gut aus.
Mittelstädt redet über Stiller
Bei seinen Ausführungen kam Mittelstädt irgendwann auch auf das bittere Los des Mannschaftskollegen Stiller zu sprechen. „Das war natürlich eine große Überraschung für uns alle“, sagte er: „Angelo ist sehr gut drauf, wir sind als Team erfolgreich und haben ein gutes Momentum – es ist die Entscheidung des Bundestrainers. Wir haben Angelo alle im Kader gesehen, wir wissen, welch große Qualitäten er hat.“
Mit Blick auf die unverhofften freien Tage rund um die anstehenden Länderspiele (14. November in Luxemburg, 17. November gegen die Slowakei) hat Mittelstädt aber auch einen kleinen Vorteil der Nicht-Nominierungen im Blick: „Vielleicht tut es Angelo und mir gut, mal ein paar Tage frei zu haben und den Kopf freizubekommen.“ Das kann angesichts des VfB-Programms mit vielen vergangenen und künftigen englischen Wochen nicht schaden.
Nach dem Abschalten heißt die Devise dann für Stiller und Mittelstädt aber wieder: Attacke! Oder, wie es der VfB-Linksverteidiger selbst sagt: „Wir geben immer Gas und wären bei der DFB-Elf immer gern dabei – aber die Konkurrenzsituation dort ist nicht gerade klein. Es sollte jetzt ein Ansporn für uns alle sein, noch mehr Gas zu geben, noch erfolgreicher mit dem VfB zu sein – sodass es am Ende an uns kein Vorbeikommen mehr gibt.“