Ein neues SB-Märktle am Bahnhof bietet ab Mittwoch regionale Produkte. In einem Fairteiler wird es außerdem gerettete, kostenlose Lebensmittel geben.
Am Holzgerlinger Bahnhof gibt es von Mittwoch an eine Verkaufsstelle für regionale Produkte. Und nicht nur das: An der ehemaligen Radstation wird es auch einen sogenannten Fairteiler geben, in dem überschüssige Lebensmittel deponiert werden, die dann kostenfrei mit nach Hause genommen werden können. Offiziell eröffnet werden das SB-Märktle und der Fairteiler am Mittwoch um 16 Uhr.
Keine Energydrinks, keine Süßigkeiten
Das neue Märktle soll zur zentralen Nahversorgungsstation werden. In den neu ort aufgestellten Verkaufsautomaten wird es Produkte lokaler und regionaler Anbieter geben. „Mit dem SB-Märktle am Bahnhof wollen wir regionale Anbieter stärken und die Nahversorgung modern und nachhaltig gestalten“, sagt Bürgermeister Ioannis Delakos (parteilos). Im Vordergrund stehe der Gedanke, das Märktle fortan als praktischen Einkaufsort nutzen zu können. Deshalb werde es dort weder Tabakwaren noch Energy-Drinks oder Süßigkeiten geben, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.
Für Betreiber der Automaten beträgt der Mietpreis 120 Euro pro laufendem Meter Frontbreite, er wird in Form einer Jahresmiete abgerechnet. Die Mietdauer beträgt ein Jahr und ist anschließend verlängerbar. Im Mietpreis enthalten sind pauschal sämtliche Nebenkosten einschließlich Strom, Gebäudeheizung,Gebäudereinigung, Müllentsorgung, Zugangstechnik, Videoüberwachung, Gebäudeunterhaltung und Versicherung.
Ein Fairteiler ist geplant
Ebenfalls soll es dort einen Fairteiler geben: Um die Verschwendung von Lebensmitteln einzudämmen, werde dort die Möglichkeit geboten, noch genießbare Lebensmittel zu hinterlegen und kostenlos mit nach Hause zu nehmen. Ehrenamtliche sollen den Fairteiler betreuen.
Vor zwei Jahren hatte der Gemeinderat die vorzeitige Schließung der RegioRad-Station am Bahnhof beschlossen. Zu wenige Menschen hatten das Angebot genutzt. Seit 2015 hatte es dort Räder zum Ausleihen gegeben. Ursprünglich war der Gedanke, mit diesem Angebot die letzten Meter vom Bahnhof zur eigenen Haustür zu überbrücken. Am Ende löste die Stadt den Vertrag, der bis Oktober 2026 gelaufen wäre, auf.