Auch befreundete Vereine wohnen dem zelebrierten Maskenabstauben der Lewenbercher in Eltingen bei. Foto: Simon Granville

Besinnlich in der Kirche, dann ausgelassen fröhlich davor: Das Maskenabstauben der Lewenbercher in Eltingen zieht viele Besucher an. Wir haben die schönsten Bilder.

Masken auf, Kostüm an: Die närrische Zeit ist eröffnet. In Leonberg gestaltete der 1. Karnevalverein Leonberg Gesellschaft Engelberg den Auftakt der fünften Jahreszeit in seiner gewohnt-beliebten Art mit ökumenischem Narrengottesdienst und anschließendem Maskenabstauben der Lewenbercher.

Beim Gottesdienst „wollen wir mit Freude, Dankbarkeit und einem Augenzwinkern in die Kampagne starten“, kündigte der Karnevalverein an. Demnach durfte es in der Michaelskirche in Eltingen wieder traditionell bunt, laut und fröhlich zugehen – aber auch Momente der Besinnung geben.

Gottesdienst mit Polonaise, dann folgt das Maskenabstauben

Gestaltet wurde der Gottesdienst am Sonntagmittag von Pfarrer Hannes Freitag und Pastoralreferent Jürgen Oettel. So ein volles Haus, so viel gute Laune und Mitmachbereitschaft dürften die beiden das Jahr über eher nicht gewohnt sein. Wer rechnet schon in einem Kirchenhaus mit dem Aufruf zu einer Polonaise, die mit ausgelassener Stimmung und ansteckender Fröhlichkeit die jungen und die älteren Teilnehmer verbindet?

Draußen auf dem Kirchplatz folgte im Anschluss das Maskenabstauben der Lewenbercher, auf dass „die Masken wieder zum Leben erwachen und die närrische Zeit beginnen kann“, wie die Organisatoren sich erhoffen.

In einer Kirche muss es nicht nur ernst zugehen: Polonaise in der Eltinger Michaelskirche. Foto: Simon Granville

Das Maskenabstauben ist die klassische Auftaktveranstaltung in der Fasnet, und in Eltingen wohnten der Zeremonie auch wieder viele Vertreter befreundeter närrischer Vereine bei. Viele weitere neugierige Besucher verfolgten, teils selbst verkleidet, ebenso das Prozedere: Ein großes, buntes Handtuch diente als plakatives Hilfsmittel, um die Löwenmasken vom Winterstaub zu befreien. Nun darf wieder gebrüllt werden!

Das Häs der Lewenbercher lehne sich mit dem Löwenkostüm und den handgeschnitzten Masken an die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Leonberg an, dem damaligen „Lewenberch“, wie der Verein einmal erklärte. Nicht ohne Grund sei der Löwe im Wappen von Leonberg zu finden. Der Löwe stehe nicht nur „für Stärke und Mut, sondern auch für die Verbundenheit der Leonberger mit ihrer Heimat und ihrer Geschichte“. Gegründet wurde die Maskengruppe übrigens 2002, es darf also mir Fug und Recht von Tradition gesprochen werden, die unter dem Dach des Karnevalvereins, dessen Gründung bereits 1954 war, am Sonntag fortgesetzt wurde.