Von Berlin nach Baden-Baden: Udo Kittelmann Foto: dpa/Jörg Carstensen

Im vergangenen Jahr hat er seinen Posten als Direktor der Berliner Nationalgalerie aufgegeben. Jetzt überrascht der Kurator Udo Kittelmann mit einem neuen Posten.

Baden-Baden - Eineinhalb Jahre nach dem Tod des Sammlers bekommt das Museum Frieder Burda in Baden-Baden einen neuen künstlerischen Leiter: Udo Kittelmann wird fortan das Profil des Ausstellungshauses maßgeblich mitbestimmen. Der ehemalige Direktor der Berliner Nationalgalerie ist einer der profiliertesten Kuratoren des Landes und hat in Baden-Baden bereits Ausstellungen zu Andreas Gursky und Pierre Soulages kuratiert. Er soll das Museum Frieder Burda „mit starker kuratorischer Handschrift an das Zeitgenössische anbinden“, sagte Henning Schaper, der Direktor des Museums, das sich auch für andere Sparten öffnen will. Deshalb werde Kittelmann auch den „interdisziplinären Dialog“ suchen, so Schaper.

Vom Optiker zum gefragten Museumsmann

Der 62-jährige Udo Kittelmann hat eine ungewöhnliche Karriere gemacht. So war er zunächst als Augenoptiker tätig, bevor er begann, Ausstellungen zu organisieren. Die erste Station des gebürtigen Düsseldorfers war am Ludwigsburger Kunstverein. International bekannt wurde er 2001, als er auf der Biennale von Venedig den deutschen Pavillon betreute, den Gregor Schneider bespielte. Als Direktor des Museums für Moderne Kunst sorgte er mit dafür, dass Frankfurt wieder zu einer wichtigen Adresse des bundesweiten Kunstbetriebs wurde. 2008 wurde er dann Direktor der Nationalgalerie Berlin und damit Chef von gleich fünf Häusern. Im vergangenen Jahr räumte Kittelmann den Posten auf eigenen Wunsch, wie es hieß. Im Museum Frieder Burda wird er die Ausstellungen „Margaret und Christine Wertheim: The Institute for Figuring“ und „Die Maler des Heiligen Herzens“ kuratieren.

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