Im Museum Frieder Burda bereits gehängt, aber vorerst nicht zugänglich: „Garten in Tiraspol“ (1905, vorne) und „Imaginäre Landschaft“ (1908“ von Michail Larionow. Foto: dpa/Uli Deck

Bereits im Museum Barberini in Potsdam blieb eine Schau mit Gemälden russischer Impressionisten wegen Corona geschlossen – nun geschieht dasselbe im Museum Frieder Burda in Baden-Baden.

Baden-Baden/Potsdam - Eine hochkarätige Schau russischer Impressionisten ist wie bereits in Potsdam nun auch in Baden-Baden wegen Corona ausgebremst worden. Von 27. März an sollte im Museum Frieder Burda die Ausstellung „Impressionismus in Russland“ gezeigt werden. Nun hofft das Museum auf die Zeit nach Ostern – wie viele andere Museen, die Präsentationen absagen oder verschieben mussten.

Die finanziellen Einbußen sind immens. „Dafür gibt es keine Ausfallversicherung“, sagt Direktor Henning Schaper. Die staatlichen Corona-Hilfen kämen an, „sie decken aber keinesfalls die Verluste durch die Ausfälle der Nichtöffnung.“ Die Corona-Ausfälle für das private Museum lägen im „sechsstelligen Bereich“. Im Herbst musste bereits die Ausstellung zum französischen Künstler Pierre Soulages nach zwei Wochen geschlossen werden. Nur 4000 Besucher konnten sie sehen; gerechnet hatte das Museum mit 45 000.

Zum Oster-Highlight sollte die Besonderheit des russischen Impressionismus werden mit farbenfrohen Landschaften, Babuschkas, Porträts und zarten Interieurs von Malern wie Natalja Gontscharowa, Michail Larionow, Kasimir Malewitsch, Konstantin Nicolas Tarkhoff, Stanislaw Shukowski, Valentin Serow, Ilja Repin, Igor Grabar oder Alexei von Jawlensky.

Nun wird die mit der Moskauer Tretjakow-Galerie und dem Museum Barberini Potsdam zusammengestellte Ausstellung kürzer in Baden-Baden sein; sie kann nicht über den 15. August hinaus verlängert werden. Im Anschluss soll sie wieder nach Potsdam gehen (28. August 2021 bis 9. Januar 2022). Dort war im vergangenen Herbst die erste Station in Deutschland geplant. Doch als alle Bilder hingen, musste das Museum wegen Corona schließen. Kein Besucher hat die verborgenen Schätze bislang gesehen.

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